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Burgenland Energie zieht erfolgreiche Zwischenbilanz nach fünf Jahren Strategie Change

Fünf Jahre Strategie Change bei Burgenland Energie: Eigenversorgungsgrad auf 75 Prozent gesteigert, Ausbau der Erneuerbaren und Speicher massiv vorangetrieben.

wiesonur

Die Burgenland Energie zieht eine positive Zwischenbilanz ihrer Unternehmensstrategie „Change“, die vor fünf Jahren mit dem Ziel einer weitreichenden Energieunabhängigkeit und Klimaneutralität initiiert wurde. Seit 2021 konnte der Anteil der lokal erzeugten Energie am Gesamtbedarf von 50 Prozent auf mittlerweile rund 75 Prozent gesteigert werden. Parallel dazu verzeichnete das Unternehmen eine Verdopplung seines Unternehmenswerts auf 1,6 Milliarden Euro und hat sich zum größten Anbieter erneuerbarer Energien in Österreich entwickelt.

Technologischer Ausbau von Windkraft und Photovoltaik

Die Basis für diese Entwicklung bildet ein massiver Ausbau der erneuerbaren Erzeugungskapazitäten. Zu den Meilensteinen zählen der Abschluss des österreichweit größten Wind-Repowering-Programms sowie die Errichtung hybrider Kraftwerke, die Wind- und Sonnenenergie kombinieren. Darüber hinaus setzte das Unternehmen mit der Entwicklung großflächiger Agri-Wind-Photovoltaikanlagen, die Stromerzeugung mit landwirtschaftlicher Nutzung und Biodiversitätsmaßnahmen verbinden, innovative Akzente. Zur Steigerung der Netzstabilität wurden in sämtlichen Regionen Batteriespeicher implementiert, wobei bis 2027 insgesamt zehn Großspeicher mit einem Volumen von über 700 Megawattstunden realisiert werden sollen.

Rechtliche Rahmenbedingungen für Wasserstoffprojekte fehlen

Trotz des erfolgreichen Ausbaus stoßen bestimmte strategische Vorhaben auf Hindernisse. Ein entwickeltes Wasserstoffprojekt, das fossile Gasimporte durch grünen Wasserstoff ersetzen soll, wurde aufgrund fehlender bundesgesetzlicher Rahmenbedingungen vorerst auf Eis gelegt. Laut Unternehmensführung sei das technische Konzept fertiggestellt und für den Einsatz in der industriellen Versorgung ausgelegt, jedoch hänge die Umsetzung von einer entsprechenden gesetzlichen Basis ab.

Ziele für die kommenden Jahre

Das Ziel für 2030 bleibt ein vollständig energieunabhängiges und klimaneutrales Burgenland. Hierfür plant die Burgenland Energie eine weitere Ausbauphase mit einer zusätzlichen Kapazität von mehr als 1.500 Megawatt, wobei der Fokus weiterhin auf einer Kombination aus Windkraft, Photovoltaik und Speichersystemen liegt. Neben der Erzeugungsseite setzt das Unternehmen auf ein umfassendes Portfolio an Energiegemeinschaften, an denen mittlerweile rund 70.000 Menschen beteiligt sind.

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