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Aktuelle Nachhaltigkeitsregulierung: Überblick zu LkSG, CSRD und EU-Entgelttransparenz

Überblick zu ESRS, Lieferkettengesetz, EU-Entgelttransparenz und EZB-Klimarisiken: Aktuelle Entwicklungen für Nachhaltigkeitsverantwortliche und Stadtwerke.

ASEW

Im August 2026 informiert die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) über wesentliche regulatorische Änderungen, die insbesondere für Unternehmen und Stadtwerke von Bedeutung sind. Die Zusammenfassung umfasst Entwicklungen von der EU-Gesetzgebung bis hin zu Standards in der Treibhausgasbilanzierung.

Status der ESRS-Umsetzung und Lieferkettengesetz

Die Delegated Acts zu den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) wurden am 3. Juli 2026 von der EU-Kommission angenommen. Aktuell läuft die zweimonatige Prüfungsfrist, nach deren Abschluss das Verfahren voraussichtlich am 3. September formal abgeschlossen sein könnte. Parallel dazu stagniert die deutsche Umsetzung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), die erst nach der parlamentarischen Sommerpause weiter vorangetrieben wird. Beim Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) ist eine Anpassung an die europäische CSDDD geplant. Ziel der Koalition ist eine Neuregelung im Herbst, bei der die Verpflichtung künftig Unternehmen ab 5.000 Beschäftigten und einem Nettoumsatz von über 1,5 Milliarden Euro treffen soll. Kritiker werfen der Bundesregierung vor, die bestehenden Standards durch Personalengpässe beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) faktisch auszuhöhlen, da von 101 geplanten Stellen aktuell nur ein Bruchteil aktiv mit dem LkSG befasst ist.

Verzögerungen bei der Entgelttransparenz

Deutschland hat die Frist zur Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie, die am 7. Juni 2026 endete, verpasst. Da der nationale Gesetzentwurf noch im Verfahren ist, drohen nun mögliche Vertragsverletzungsverfahren und Sanktionen. Dennoch sollten sich Unternehmen bereits jetzt auf die künftigen Anforderungen vorbereiten, da erste Berichtspflichten ab Juni 2028 erwartet werden.

Neuerungen bei Klimarisiken und Bilanzierung

Für die Finanzierungspraxis sind zwei Entwicklungen relevant: Das GHG Protocol und die ISO planen die Zusammenführung ihrer Standards in einem globalen Rahmenwerk, wozu ein Entwurf für das zweite Quartal 2027 angekündigt ist. Dies soll die Zertifizierungsprozesse vereinfachen. Darüber hinaus bezieht die Europäische Zentralbank (EZB) ab 2027 Klimarisiken verstärkt in die Bewertung von Unternehmenskrediten ein. Für Stadtwerke bedeutet dies, dass nachvollziehbare Transformationspfade für ihre Finanzierungspartner künftig an Bedeutung gewinnen werden.

Quelle: https://www.asew.de/news-presse/sustainability-spotlight-august/

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