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Ansätze für eine Ökonomie der Grundbedürfnisse und Wirtschaftswende

Hans Holzinger skizziert bei den Wallersee-Gesprächen eine Wirtschaftswende, die auf Grundbedürfnisse, Kreislaufwirtschaft und Klimaneutralität setzt.

Hans Holzinger

Der Nachhaltigkeitsforscher Hans Holzinger hat im Rahmen der Wallersee-Gespräche seine Thesen für eine zukunftsorientierte Wirtschaftstransformation vorgestellt. Basierend auf seinem Buch „Wirtschaftswende“ erläuterte er, dass ein nachhaltiges Wirtschaftssystem die Befriedigung grundlegender Bedürfnisse in den Fokus rücken müsse, um ökologische und soziale Krisen zu bewältigen.

Welche Kernpunkte umfasst das Konzept der Wirtschaftswende?

Holzinger benannte fünf strategische Säulen für die notwendige Transformation. An erster Stelle steht die Klimaneutralität bis spätestens 2050, die einen vollständigen Umstieg auf erneuerbare Energien bei gleichzeitigem Rückgang des absoluten Energieverbrauchs erfordert. Zweitens ist eine echte Kreislaufwirtschaft umzusetzen, bei der die Langlebigkeit von Gütern Vorrang vor dem Recycling hat. Drittens plädiert er für einen Übergang zu einer regenerativen Landwirtschaft mit deutlich reduziertem Einsatz von Pestiziden. Die letzten beiden Punkte betreffen die sozioökonomische Gerechtigkeit durch eine bessere Verteilung des Wirtschaftsprodukts sowie den Abbau öffentlicher Schulden unter Einbeziehung einer Vermögensbremse.

Wie unterscheidet sich die Bedarfsökonomie vom aktuellen System?

Das derzeitige Wirtschaftssystem bezeichnete Holzinger als angebotsgetrieben. Durch massiven Einsatz von Werbung würden Bedürfnisse geschaffen, um Waren absetzbar zu machen, während in hochproduktiven Ökonomien eine Sättigung eintritt. Dies führe zu unwirtschaftlichem Wachstum, das zwar Ressourcen verbrauche und die Umwelt belaste, aber keinen Zugewinn an Lebensqualität mehr liefere. Anstatt privatem Überkonsum forderte er einen Ausbau des öffentlichen Konsums für Bereiche wie Bildung, Gesundheit und Mobilität.

Wie kann die Transformation konkret gelingen?

Der Wandel erfordert laut Holzinger ein Zusammenspiel auf vielen Ebenen. Neben notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen, wie strengen Lieferkettengesetzen oder der Internalisierung ökologischer Kosten in den Preis, seien zivilgesellschaftlicher Druck und neue Allianzen zwischen NGOs, nachhaltigen Unternehmen und der Politik entscheidend. Wirtschaft müsse wieder vermehrt als sozialer Prozess verstanden werden, bei dem die Herkunft und Herstellungsbedingungen von Gütern in die Kaufentscheidung einfließen.

Weitere Einzelheiten zu den Umsetzungsschritten sowie zur Rolle regionaler Wirtschaftskreisläufe gehen aus den verfügbaren Quellen nicht hervor.

Quelle: https://hans-holzinger.org/2026/07/31/okonomie-der-grundbedurfnisse-zur-wirtschaft-der-zukunft-hans-holzinger-bei-den-wallersee_gesprachen/

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