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BMW Group und Eni vereinbaren verstärkten Einsatz von HVO-Biokraftstoff in Firmenflotten

BMW Group und Eni nutzen Enilive HVO-Biokraftstoff in Firmenflotten. Die Initiative unterstützt die Dekarbonisierung durch eine transparente Nachverfolgung.

Gazette Oesterreich

Die BMW Group und der Energiekonzern Eni haben eine strategische Vereinbarung zur Nutzung des Biokraftstoffs HVO (Hydrotreated Vegetable Oil) in Unternehmensflotten unterzeichnet. Ziel dieser Kooperation ist es, die CO₂-Emissionen im Verkehrssektor durch den Einsatz alternativer, bereits verfügbarer Kraftstoffe zu senken. Die BMW Group setzt dabei auf Enilive HVO, einen Diesel-Biokraftstoff, der zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen wie gebrauchten Speiseölen und tierischen Fetten hergestellt wird.

Technische Lösung zur Emissionsverfolgung

Im Rahmen der Zusammenarbeit hat die BMW Group eine spezielle technische Lösung für ihre Demo- und Entwicklungsflotte entwickelt. Dabei werden die Betankungsdaten der Fahrzeuge direkt mit den Daten aus den Zahlungssystemen der Flottenbetreiber abgeglichen. Dies ermöglicht eine lückenlose und transparente Rückverfolgbarkeit des verbrauchten Kraftstoffs. Die Initiative umfasst Fahrzeuge in Italien, Deutschland und Österreich, wobei auf ein Netz von rund 1.700 Enilive-Tankstellen zugegriffen werden kann, die das Produkt unter dem Namen HVOlution anbieten.

Breite Einsatzmöglichkeiten für Dieselmodelle

Gemäß der europäischen Norm EN 15940 ist der Einsatz von HVO-Dieselkraftstoffen für BMW-Dieselmodelle freigegeben, die ab Ende 2014 produziert wurden und mit einem Dieselmotor der Generation B ausgestattet sind. Die BMW Group betrachtet reinen HVO-Kraftstoff als einen wichtigen Bestandteil ihres Portfolios, um die CO₂-Bilanz bestehender Fahrzeugflotten zu verbessern. Um den Einsatz weiter zu fördern, stellt BMW Italia Kunden beim Kauf neuer Dieselmodelle zudem Gutscheine für HVO-Kraftstoff zur Verfügung.

Dekarbonisierung durch Technologieoffenheit

Die Kooperation verdeutlicht den Ansatz beider Unternehmen, zur Dekarbonisierung des Verkehrs auf ein breites Spektrum verfügbarer Technologien zu setzen. Laut den Unternehmen betrug die durchschnittliche Reduzierung der CO₂-Äquivalent-Emissionen von Enilive-HVO über die gesamte Lieferkette hinweg im Jahr 2025 rund 79,5 Prozent im Vergleich zu einem fossilen Referenz-Mix. Diese Maßnahme ergänzt die Bemühungen der BMW Group, die Emissionen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg kontinuierlich zu senken.

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