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Erneute Angriffe in der Straße von Hormus lassen Ölpreise ansteigen

Erneute Angriffe der USA auf Ziele im Iran in der Straße von Hormus führen zu einem Anstieg der Ölpreise. Die geopolitische Lage bleibt angespannt.
Erneute Angriffe in der Straße von Hormus lassen Ölpreise ansteigen

Die Spannungen im Nahen Osten haben sich erneut verschärft, nachdem die US-Streitkräfte am vergangenen Sonntag gezielte Angriffe auf iranische Stellungen durchgeführt haben. Nach Angaben des zuständigen US-Militärkommandos Centcom richteten sich die Maßnahmen gegen zwei mobile Abschussvorrichtungen auf der Insel Larak, die in der für den Welthandel strategisch bedeutsamen Straße von Hormus liegt. Der Einsatz erfolgte nach Beobachtungen, wonach iranische Revolutionsgarden Vorbereitungen zum Abfeuern von Raketen mit Seeminen getroffen hätten.

Reaktion mit Angriffen auf jordanische Stützpunkte

Die iranische Seite reagierte unmittelbar auf die US-Offensive. Die Revolutionsgarden meldeten bei den US-Angriffen Todesopfer sowie Verletzte und verübten ihrerseits Angriffe auf die von US-Truppen genutzten Luftwaffenstützpunkte al-Asrak und King Hussein in Jordanien. Laut offiziellen Angaben aus Jordanien wurden dabei technische Infrastruktur und Wartungseinrichtungen beschädigt. Die jordanische Armee gab an, acht der abgefeuerten Raketen im eigenen Luftraum abgefangen zu haben.

Auswirkungen auf die internationalen Ölmärkte

Die seit Beginn des Iran-Konflikts vor sechs Monaten faktisch blockierte Straße von Hormus bleibt ein kritischer Faktor für die globale Energieversorgung. Die jüngsten militärischen Auseinandersetzungen lösten an den Ölmärkten sofortige Preisanstiege aus. Der Preis für ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent überschritt infolge der Nachrichten die Marke von 90 Dollar und erreichte 90,31 Dollar, während das US-Pendant West Texas Intermediate auf 85,41 Dollar zulegte.

Diplomatische Bemühungen stagnieren

Seit dem Kriegsausbruch im Februar wurden wiederholt Anläufe zur Konfliktbeilegung unternommen, darunter ein im April vereinbarter Waffenstillstand und ein Rahmenabkommen im Juni. Dennoch treten die diplomatischen Vermittlungsbemühungen, unter anderem durch Katar und Pakistan, weiterhin auf der Stelle. US-Präsident Donald Trump hat angesichts der verfahrenen Situation eine Verschärfung des wirtschaftlichen Drucks auf Teheran angekündigt, um die Ziele der USA in der Region, insbesondere die Sicherung der Straße von Hormus sowie die Eindämmung des iranischen Raketen- und Atomprogramms, zu erreichen.

Quelle: Berliner Tageblatt

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