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Erste Agri-PV-Anlage mit direkter Einspeisung ins Bahnstromnetz in Österreich in Betrieb

ÖBB und Burgenland Energie starten erste Agri-PV-Anlage mit direkter Einspeisung ins Bahnstromnetz. 6,6 Megawatt Leistung für klimafreundliche Mobilität.

photovoltaik

Die ÖBB und das Energieunternehmen Burgenland Energie haben in Donnerskirchen, unweit von Eisenstadt, eine neuartige Agri-PV-Anlage eingeweiht. Das Projekt verbindet die solare Stromerzeugung auf landwirtschaftlich genutzten Flächen direkt mit der Stromversorgung der Bahn. Die Anlage zeichnet sich durch eine technische Besonderheit aus: Sie speist den erzeugten Sonnenstrom ohne Umwege in das Bahnstromnetz ein, was nach Angaben der Projektbeteiligten eine Weltneuheit darstellt.

Wie funktioniert die direkte Stromeinspeisung?

Um den Strom in das Bahnstromnetz einzuspeisen, muss dieser eine spezifische Frequenz von 16,7 Hertz aufweisen. Herkömmliche Solaranlagen erzeugen Strom, der in das öffentliche Stromnetz mit einer Frequenz von 50 Hertz eingespeist wird. In der Anlage in Donnerskirchen kommen spezielle Wechselrichter zum Einsatz, die den aus den Solarmodulen stammenden Gleichstrom direkt in die für den Bahnbetrieb benötigte Frequenz von 16,7 Hertz umwandeln. Durch diesen direkten Weg lassen sich Energieverluste reduzieren und die Versorgungssicherheit für die ÖBB erhöhen.

Welche Vorteile bietet die Agri-PV-Konfiguration?

Die Anlage umfasst eine Gesamtleistung von 6,6 Megawatt und erstreckt sich über eine sieben Hektar große Fläche. Um sowohl die Erträge der Solarenergie als auch die landwirtschaftliche Nutzung zu optimieren, wurden die Module auf einer Tracker-Technologie installiert. Diese folgt dem Sonnenverlauf, um den Energieertrag zu maximieren. Für landwirtschaftliche Arbeiten können die Module so ausgerichtet werden, dass der Einsatz von Maschinen zur Aussaat, Pflege und Ernte der Bio-Flächen ungehindert möglich bleibt. Die Anlage erzielt einen jährlichen Energieertrag von rund 8,3 Gigawattstunden, was rechnerisch für etwa 32.500 Zugfahrten zwischen Wien und Eisenstadt ausreicht.

Welche Bedeutung hat das Projekt für die Nachhaltigkeit?

Die Integration von Agri-PV in das Bahnsystem ist ein weiterer Baustein der Strategie der ÖBB, die Eigenversorgung mit grünem Bahnstrom auszubauen. Indem die Energie dort erzeugt wird, wo sie unmittelbar für den Fahrbetrieb benötigt wird, sinkt die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. Für das Burgenland und die beteiligten Partner stellt das Vorhaben einen wichtigen Schritt in Richtung einer klimafreundlichen Mobilität und einer effizienteren Flächennutzung dar.

Quelle: https://www.photovoltaik.eu/landwirtschaft/oebb-und-burgenland-energie-bauen-agri-pv-anlage-fuer-bahnstromversorgung

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