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Erstmals seit einem Jahrzehnt: China reduziert thermische Stromerzeugung trotz steigender Nachfrage

China reduziert 2025 erstmals seit zehn Jahren die thermische Stromerzeugung, obwohl der Strombedarf deutlich steigt. Ein Wendepunkt für den Sektor.

112.ua

Im Jahr 2025 hat China eine bemerkenswerte energiepolitische Verschiebung vollzogen. Erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt sank die thermische Stromerzeugung des Landes um 0,7 Prozent, obwohl der landesweite Strombedarf im gleichen Zeitraum um 5 Prozent anstieg. Dieser Trend markiert eine deutliche Abkehr von der bisherigen Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, insbesondere Kohle.

Elektrifizierung der Industrie als treibende Kraft

Ein wesentlicher Faktor für diesen Wandel ist die zunehmende Elektrifizierung der industriellen Produktion. Viele Fabriken und Fertigungsstätten haben auf elektrische Energie umgestellt, um Emissionen zu reduzieren und verstärkt erneuerbare Quellen einzubinden. Diese Entwicklung wird durch den massiven Ausbau der Elektromobilität weiter beschleunigt. Bereits 2026 machten Elektrofahrzeuge 67 Prozent aller neuen Pkw-Verkäufe in China aus, was die Nachfrage nach fossilen Kraftstoffen spürbar senkt. So ersetzte die wachsende Elektrofahrzeugflotte bis 2024 täglich rund 400.000 Barrel Benzin.

China als Akteur im globalen Markt für Clean Technology

Die ambitionierte Strategie spiegelt sich auch in der globalen Positionierung Chinas wider. Das Land hat sich zu einem führenden Exporteur für grüne Technologien entwickelt; der Exportwert überschritt 2025 die Marke von 220 Milliarden US-Dollar. Die nationale Energiepolitik unterstreicht damit den globalen Trend zur Energiewende, der durch dringende Klimaziele vorangetrieben wird. Experten betrachten diese Entwicklung als wegweisend, da der Übergang von einem fossilen zu einem sauberen elektrischen System China zunehmend prägt und das Land als zentralen Akteur in der weltweiten Energiewende festigt.

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