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Frankreich sucht Recycling-Lösungen für Dünnschicht-Solarmodule

Frankreich plant das Recycling von Dünnschicht-Solarmodulen. Die Organisation Soren sucht Lösungen für das steigende Abfallaufkommen bis 2037.

The Cool Down

Frankreich bereitet sich aktiv auf eine wachsende Herausforderung in der Kreislaufwirtschaft erneuerbarer Energien vor: Die Entsorgung von Dünnschicht-Solarmodulen. Da sich die bewährten Recycling-Pipelines bisher primär auf die marktdominierenden kristallinen Silizium-Module konzentrieren, sucht die für die Entsorgung von Photovoltaik-Modulen zuständige Organisation Soren nun nach Unternehmen, die ein häusliches Recycling-Verfahren für Dünnschicht-Technologien entwickeln können. Die Einreichungsfrist für diese Ausschreibung endet im Oktober 2026.

Technologische Herausforderungen bei der Entsorgung

Im Fokus stehen dabei Module auf Basis von Cadmiumtellurid (CdTe) und Kupfer-Indium-Gallium-Selenid (CIGS), wobei die zusätzliche Eignung für die Verarbeitung amorpher Silizium-Module als vorteilhaft bewertet wird. Die Anforderung an die künftigen Systeme ist, Module verschiedener Hersteller innerhalb einer Technologie-Familie effizient verarbeiten zu können. Eine unmittelbare Priorität stellt die Entsorgung eines bereits vorhandenen Lagerbestands von etwa 1.300 Tonnen CdTe-Modulen des deutschen Herstellers Calyxo dar.

Prognostiziertes Abfallaufkommen

Zur präzisen Einschätzung des kommenden Entsorgungsbedarfs hatte Soren das Becquerel Institute mit einer Prognose beauftragt. Die Daten zeigen einen deutlichen Anstieg der zu verarbeitenden Mengen. Für Cadmiumtellurid-Module in Frankreich wird für das Jahr 2027 ein Volumen von 770 Tonnen erwartet, das bis zum Jahr 2037 auf etwa 15.000 Tonnen anwachsen könnte. Bei CIGS-Modulen gehen die Berechnungen von einem Anstieg von 430 Tonnen im Jahr 2027 auf rund 2.900 Tonnen bis zum Jahr 2037 aus.

Bedeutung für die Energiewende

Diese Initiative unterstreicht die wachsende Notwendigkeit, für alle Komponenten der erneuerbaren Energien von Beginn an ganzheitliche Cradle-to-Grave-Konzepte zu implementieren. Da Photovoltaik, Windkraft und Wasserkraft zwar wesentliche Vorteile für die Umwelt bieten, aber dennoch Abfallströme generieren, ist eine ordnungsgemäße stoffliche Wiederverwertung entscheidend, um die langfristige Nachhaltigkeit dieser Technologien zu maximieren. Die französische Suche nach einem spezialisierten Entsorgungspartner markiert dabei einen wichtigen Schritt, um künftige Entsorgungsengpässe zu vermeiden und wertvolle Rohstoffe zurück in den Wertstoffkreislauf zu führen.

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