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Hamburg und Schleswig-Holstein fordern beschleunigten Ausbau der Stromnetze

Hamburg und Schleswig-Holstein fordern schnelleren Netzausbau, um Abschaltungen von Windrädern zu stoppen und industrielle Energieversorgung zu sichern.
Hamburg und Schleswig-Holstein fordern beschleunigten Ausbau der Stromnetze

Der Hamburger Erste Bürgermeister Peter Tschentscher und der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Daniel Günther, haben eine gemeinsame Initiative gestartet, um den Netzausbau zwischen den beiden Bundesländern massiv zu beschleunigen. Hintergrund der Intervention ist eine Diskrepanz zwischen der Windenergieerzeugung im Norden und der Stromversorgung im Hamburger Industriegebiet. Während Schleswig-Holstein regelmäßig Überschüsse aus erneuerbaren Energien produziert, führt die fehlende Netzinfrastruktur zeitweise zur erzwungenen Abregelung der Windenergieanlagen.

Um die Netzstabilität zu gewährleisten und die industrielle Stromversorgung sicherzustellen, identifizierten die Länder einen konkreten Bedarf an 16 zusätzlichen Transformatoren sowie drei neuen Netzverknüpfungspunkten. Die Planungs- und Bauzeiten für diese technischen Anlagen werden nach Einschätzungen des Hamburger Bürgermeisters auf fünf bis acht Jahre geschätzt. Die Verantwortlichen sehen die Übertragungsnetzbetreiber Tennet und 50Hertz sowie die Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche in der Pflicht, die notwendigen Maßnahmen zeitnah umzusetzen.

Die Verzögerungen bei der Netzinfrastruktur werden von der Hamburger Landesregierung als zunehmendes Risiko für die lokale Energiewende und den Klimaschutz bewertet. Um den ökologischen Strom zukünftig vollständig abnehmen und verteilen zu können, fordern die beiden Länder eine engere Abstimmung und schnellere Genehmigungsprozesse. Die aktuelle Situation verdeutlicht die Herausforderung, die Übertragungsnetze an die fluktuierende Einspeisung aus erneuerbaren Quellen anzupassen, damit die geplante Dekarbonisierung industrieller Prozesse nicht an infrastrukturellen Engpässen scheitert.

Quelle: Tagesjournal

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