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Hormuz-Energie-Schock: Chinas cleantech-basierte Resilienz vs. US-Fossilstrategie

Analyse zum Hormuz-Energie-Schock: China nutzt Cleantech-Exportvorsprung zur Resilienz, während die USA verstärkt auf fossile Exporte setzen.

Brookings

Die militärische Auseinandersetzung am Persischen Golf, die im Februar 2026 zur Blockade der Straße von Hormuz führte, hat eine beispiellose Störung der globalen Öl- und Gasmärkte ausgelöst. Während die Vereinigten Staaten auf den Preisschock mit einer Steigerung ihrer fossilen Exporte reagierten, verfolgt China einen anderen Weg: Das Land nutzt seine weitreichende Integration erneuerbarer Energien und Elektrofahrzeuge (EVs), um die Auswirkungen des Energie-Schocks abzufedern.

Warum reagieren China und die USA so unterschiedlich?

Die USA agieren primär als einer der weltweit größten Produzenten und Exporteure fossiler Brennstoffe, was ihre kurzfristige Reaktion auf den Schock prägt. China hingegen hat sein Energiesystem in den letzten Jahren schrittweise in Richtung der Elektromobilität und erneuerbarer Energien transformiert. Dennoch bleibt China, das über den weltweit größten Kohlekraftwerkspark mit über 1.200 Gigawatt Kapazität verfügt, in seinem Energiesystem nach wie vor stark von fossilen Energieträgern abhängig. Diese Kohlebasis fungiert zusammen mit strategischen Ölreserven als Puffer, der die Energieversorgung des Landes während der Hormuz-Krise bislang sichergestellt hat.

Wie profitierte China bei Cleantech-Exporten?

Chinesische Unternehmen dominieren derzeit die globalen Lieferketten für Schlüsseltechnologien der Energiewende. So entfallen laut Daten aus dem Jahr 2024 über 90 Prozent der weltweiten Solarmodulproduktion und über 80 Prozent der Produktion von Batterien und Windturbinen auf China. Diese industrielle Stärke zahlte sich unmittelbar aus: Im Mai 2026 erreichten chinesische Elektroauto-Exporte einen Rekordwert von 9,2 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 49 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch die Solarexporte stiegen im März 2026 auf ein Rekordhoch von 68 Gigawatt.

Welche Empfehlungen gibt es für die US-Politik?

Der Artikel warnt davor, dass die USA Gefahr laufen, den Anschluss an die neuen Energietechnologien zu verlieren, während sie kurzfristig von den hohen Preisen für fossile Energien profitieren. Um dem entgegenzuwirken, werden drei wesentliche Handlungsempfehlungen für die US-Politik genannt: Erstens sollten Handelsbedingungen wie Technologietransfers und lokale Fertigungsanforderungen bei der Lockerung von Zöllen stärker in den Fokus rücken. Zweitens wird die Schaffung einer strategischen Reserve für Cleantech-Komponenten vorgeschlagen, um Abhängigkeiten zu reduzieren. Drittens wird eine stärkere staatliche Unterstützung bei der Kommerzialisierung von Forschungsergebnissen in Bereichen wie Fusionsenergie oder neuartigen Batteriespeichern empfohlen, um die Wettbewerbsfähigkeit der US-Wirtschaft langfristig zu sichern.

Quelle: https://www.brookings.edu/articles/electrostates-vs-petrostates-the-us-china-and-the-hormuz-energy-shock/

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