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Kasachstan und Deutschland vertiefen strategische Partnerschaft bei Rohstoffen und Energiewende

Kasachstans Präsident Tokajew wirbt in Berlin für eine engere Zusammenarbeit bei Rohstoffen, grünem Wasserstoff und nachhaltigen industriellen Wertschöpfungsketten.
Kasachstan und Deutschland vertiefen strategische Partnerschaft bei Rohstoffen und Energiewende

Der offizielle Arbeitsbesuch des kasachischen Präsidenten Kassym-Schomart Tokajew in Berlin markiert einen neuen Meilenstein für die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Zentralasien. In einer Reihe hochkarätiger Gespräche, unter anderem im Rahmen des Deutsch-Kasachischen Wirtschaftsforums, wurde eine engere Partnerschaft in den Bereichen Industrie, Logistik und Energie vereinbart. Ziel der kasachischen Regierung unter Präsident Tokajew ist dabei eine Transformation: Das Land möchte sich vom reinen Rohstoffexporteur zu einem Partner für komplexe industrielle Wertschöpfungsketten entwickeln.

Erneuerbare Energien und grüner Wasserstoff als Zukunftsthemen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier betonte während des Besuchs die strategische Bedeutung Kasachstans als verlässlicher Partner in der aktuellen geopolitischen Lage. Neben der bereits bestehenden Rolle des Landes bei der Sicherung der deutschen Ölversorgung rückten beim Wirtschaftsforum verstärkt nachhaltige Energiethemen in den Fokus. Steinmeier forderte die deutsche Wirtschaft explizit dazu auf, die Zusammenarbeit bei erneuerbaren Energien, der Steigerung der Energieeffizienz sowie bei der Produktion und dem Export von grünem Wasserstoff konsequent auszubauen.

Strategische Rohstoffe und industrielle Zusammenarbeit

Kasachstan stellt für Deutschland einen wichtigen Akteur bei der Versorgung mit kritischen Mineralien dar. Das Land fördert bereits heute zahlreiche EU-strategische Rohstoffe, darunter Kupfer, Lithium, Kobalt und Wolfram. Im Rahmen der Berliner Gespräche wurde deutlich, dass künftige Vereinbarungen auf dem Prinzip des Technologietransfers basieren sollen. Deutsche Unternehmen sind dazu eingeladen, sich aktiv an der industriellen Weiterverarbeitung dieser Ressourcen auf kasachischem Staatsgebiet zu beteiligen.

Infrastruktur und digitale Transformation als Basis

Um den Austausch von Waren und Technologien zu erleichtern, forcieren beide Seiten die Modernisierung der Transportwege. Ein zentraler Punkt ist dabei der Ausbau des sogenannten Mittleren Korridors, einer logistischen Route, die Asien und Europa unter Umgehung Russlands verbindet. Begleitend dazu treibt Kasachstan die Digitalisierung seiner Industrie voran, etwa durch den Aufbau von spezialisierten Tech-Hubs und die Ausbildung von IT-Fachkräften in Kooperation mit deutschen Bildungseinrichtungen. Die institutionelle Flankierung dieser Vorhaben wird dabei maßgeblich durch die Nationale Unternehmerkammer Kasachstans unterstützt, um deutschen Unternehmen den Markteinstieg zu erleichtern.

Quelle: newsmark.de

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