Neubau eines Kindercampus in Hasborn-Dautweiler erreicht Richtfest
Richtfest für den neuen Kindercampus in Hasborn-Dautweiler: Nachhaltiger Holzhybridbau mit Wärmepumpe und Photovoltaik für energieeffizienten Betrieb.

Im saarländischen Hasborn-Dautweiler hat der Bau des neuen Kindercampus mit dem Richtfest einen wesentlichen Meilenstein erreicht. Das Projekt, das erst im April dieses Jahres mit dem Spatenstich begann, verdeutlicht die Strategie des sogenannten Kita-Turbos, mit dem die Landesregierung den Ausbau von Betreuungsplätzen durch innovative Bauverfahren beschleunigen möchte. Das Gebäude führt künftig eine sechsgruppige Kindertagesstätte im Erdgeschoss und eine Freiwillige Ganztagsschule im Obergeschoss unter einem Dach zusammen.
Nachhaltigkeit und Energieeffizienz beim Bau
Bei der Errichtung des Komplexes setzt die Gemeinde auf eine umweltfreundliche Holzhybrid-Modulbauweise, die eine zügige Realisierung innerhalb einer einjährigen Bauzeit ermöglichen soll. Um den laufenden Betrieb energieeffizient zu gestalten, wird das Gebäude mit einer Wärmepumpe, einer Photovoltaik-Anlage zur Eigenstromerzeugung sowie einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Zudem wird der gesamte Campus barrierefrei konzipiert. Die Investitionskosten für das Vorhaben belaufen sich auf insgesamt 4,864 Millionen Euro, wobei die Finanzierung in das Programm Aufbruch Saarland eingebettet ist.
Infrastruktur und regionale Bedeutung
Mit insgesamt 122 Betreuungsplätzen – davon 22 für Krippenkinder und 100 für den Kindergartenbereich – soll der Campus die Infrastruktur vor Ort stärken und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern. Neben der pädagogischen Ausrichtung betont die Gemeinde die lokale Wertschöpfung des Projekts: Neben dem Generalunternehmer wurden bedeutende Aufträge an vier weitere Unternehmen aus der Region Tholey vergeben. Als Modellvorhaben für beschleunigte öffentliche Bauprojekte dient der Kindercampus zudem als Anschauungsobjekt für die Anwendung des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes, welches dem Saarland Mittel in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro bereitstellt.