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oekostrom AG nimmt erstes Photovoltaikkraftwerk in Kärnten in Betrieb

Die oekostrom AG hat ihr erstes PV-Kraftwerk in Kärnten in Betrieb genommen. Die 2,6 MWp-Anlage auf einer ehemaligen Kiesgrube soll bald erweitert werden.

VK24

Die oekostrom AG hat mit der Inbetriebnahme eines Photovoltaikkraftwerks im Kärntner Pribelsdorf einen wichtigen Meilenstein erreicht. Die Anlage, die auf einer ehemaligen Schottergrube errichtet wurde, markiert den offiziellen Einstieg des Unternehmens in die Stromproduktion in diesem Bundesland. Mit einer installierten Leistung von 2,6 Megawatt-Peak (MWp) kann das Kraftwerk rechnerisch etwa 1.000 Haushalte mit erneuerbarem Strom versorgen. Trotz Lieferengpässen bei Trafostationen konnte die Inbetriebnahme erfolgreich vollzogen werden.

Nachhaltige Flächennutzung als Modell

Das Projekt in Pribelsdorf dient für die Region als Beispiel für die sinnvolle Nachnutzung bereits versiegelter oder vorbelasteter Flächen. Während landwirtschaftliche Nutzflächen für großflächige PV-Anlagen häufig kritisch gesehen werden, begrüßt die Marktgemeinde Eberndorf die Umnutzung ehemaliger Industrieflächen. Durch die Kooperation mit der Drau-Kies Gesellschaft m.b.H. konnte eine brachliegende Fläche nach der Beendigung der Schottergewinnung einer neuen wirtschaftlichen Bestimmung zugeführt werden.

Erweiterungspläne und Speicheroptionen

Das Kraftwerk in Pribelsdorf soll nicht die einzige Anlage am Standort bleiben. Ein zweites Photovoltaikprojekt mit einer Leistung von etwa 850 Kilowatt-Peak (kWp) befindet sich bereits in Vorbereitung. Der Baustart hierfür ist für Anfang November angesetzt, wobei der erzeugte Strom primär für den Eigenverbrauch der vor Ort ansässigen Betriebe genutzt werden soll. Zudem untersucht die oekostrom AG derzeit, ob das nun eröffnete Hauptkraftwerk künftig durch die Integration eines Batteriespeichers optimiert werden kann, um eine flexiblere Netzeinspeisung zu ermöglichen.

Wachstumsstrategie und Finanzierung

Die oekostrom AG betreibt aktuell über 40 Kraftwerke in mehreren europäischen Ländern. Um den geplanten weiteren Ausbau des Kraftwerksbestands zu finanzieren, führt das Unternehmen derzeit eine Kapitalerhöhung durch. Hiermit sollen sowohl bestehende als auch neue Investorinnen und Investoren für zukünftige Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien gewonnen werden, um die Pipeline an weiteren Vorhaben zeitnah umsetzen zu können.

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