Die Marktgemeinde Premstätten setzt mit einem neuen Biomasseheizwerk einen wichtigen Meilenstein für die regionale Energieunabhängigkeit und den Klimaschutz. Mit dem offiziellen Spatenstich durch die Green EnerTree Premstätten GmbH wurde die Bauphase für das Projekt eingeläutet, das bis Dezember 2026 den Vollbetrieb aufnehmen soll.
Elf Kilometer langes Fernwärmenetz geplant
Das Vorhaben ist auf langfristiges Wachstum ausgelegt und umfasst in der ersten Phase die Errichtung eines Fernwärmenetzes mit einer Gesamtlänge von rund elf Kilometern. Für diese Ausbauetappe veranschlagen die Projektverantwortlichen ein Investitionsvolumen von insgesamt zwölf Millionen Euro. Das Netz soll in den kommenden zwei Jahren schrittweise erweitert werden.
Effiziente Technik und regionale Wertschöpfung
Das Herzstück der Anlage bildet moderne Biomasse-Technologie, die durch einen 200.000-Liter-Pufferspeicher sowie eine Photovoltaikanlage mit integriertem Stromspeicher ergänzt wird. Eine hocheffiziente Nutzung der Rauchgase ermöglicht zudem einen zusätzlichen Energiegewinn von bis zu 25 Prozent. Die technische Konzeption sieht eine Leistung von bis zu fünf Megawatt vor. Die Gemeinde profitiert durch die Umstellung auf regionale Nahwärme von einer jährlichen Einsparung von rund 2.000 Tonnen CO₂. Da der Brennstoff – Waldhackgut – aus einem Umkreis von circa 50 Kilometern bezogen wird, bleibt die wirtschaftliche Wertschöpfung direkt in der Region.
Anschlussmöglichkeiten für Haushalte und Gewerbe
Das neue Fernwärmenetz richtet sich nicht ausschließlich an Großabnehmer. Auch private Haushalte, Gewerbebetriebe und öffentliche Einrichtungen entlang der erschließbaren Bereiche können einen Anschluss beantragen. Die Betreiber betonen, dass eine Miterrichtung während der laufenden Bauarbeiten besonders wirtschaftlich sei. Für November 2026 ist zudem eine öffentliche Informationsveranstaltung geplant, bei der Bürgerinnen und Bürger detaillierte Einblicke in das Projekt erhalten werden.
