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RWE-Chef Krebber warnt vor Strommangel und fordert Ausbau der Energieinfrastruktur

RWE-Chef Markus Krebber warnt vor Strommangel und fordert einen schnellen Ausbau von Erneuerbaren, Netzen und Gaskraftwerken sowie stabile Industriestrompreise.

The Pioneer

Der Vorstandsvorsitzende von RWE, Markus Krebber, hat eindringlich vor den Folgen eines zu langsamen Ausbaus der deutschen Energieinfrastruktur gewarnt. Krebber prognostiziert, dass es ohne eine signifikante Steigerung des Stromangebots innerhalb der nächsten fünf Jahre zu ernsthaften Verteilungskämpfen kommen könnte. Er betonte, dass der steigende Energiebedarf der deutschen Industrie und Wirtschaft eine entschlossene politische und technologische Weichenstellung erfordere.

Forderungen an die Energiepolitik

Krebber sieht in der aktuellen deutschen Energiepolitik wesentliche Defizite, die den notwendigen industriellen Wandel gefährden könnten. Um die Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie zu erhalten, fordert er ein abgestimmtes Maßnahmenpaket. Im Zentrum steht dabei der beschleunigte Ausbau erneuerbarer Energien, der durch eine massive Erweiterung der Stromnetze begleitet werden muss.

Ergänzung durch Gaskraftwerke und Industriestrompreise

Neben den erneuerbaren Energien unterstreicht der RWE-Chef die Rolle von Gaskraftwerken als notwendige Ergänzung, um die Netzstabilität in Phasen mit geringerer Einspeisung aus Wind und Solar sicherzustellen. Die aktuellen Rahmenbedingungen müssten Investitionen in diese Kapazitäten beschleunigen. Darüber hinaus spricht sich Krebber für einen langfristig abgesicherten Industriestrompreis aus. Ein solches Instrument soll Unternehmen Planungssicherheit bieten und verhindern, dass Produktionsstandorte aufgrund hoher und volatiler Energiekosten ins Ausland abwandern.

Herausforderungen und Perspektiven

Der RWE-Vorstandsvorsitzende weist darauf hin, dass der wachsende Energiehunger durch die Elektrifizierung von Industrie und Wärmesektor das bestehende System unter Druck setzt. Der Ausbau der Infrastruktur müsse daher konsequent priorisiert werden. Ob die politisch gesteckten Ziele für den Kapazitätsausbau in der geforderten Zeit erreicht werden können, bleibt eine der zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre.

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