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Syrien: Pipeline-Explosion führt zu Ausfall mehrerer Kraftwerke

Pipeline-Explosion in Syrien legt drei Kraftwerke nahe Damaskus lahm. Versorgungsengpässe und Stromrationierung verschärfen die Energiekrise.
Syrien: Pipeline-Explosion führt zu Ausfall mehrerer Kraftwerke

In Syrien hat eine Explosion an einer Gaspipeline in der Region Ost-Ghouta, unweit der Hauptstadt Damaskus, zu gravierenden Störungen in der Energieversorgung geführt. Wie die staatliche Nachrichtenagentur und weitere Berichte bestätigen, wurden infolge der unterbrochenen Gaszufuhr drei bedeutende Kraftwerke – Deir Ali, al-Nasiriyah und Tishreen – vom Netz genommen. Am Standort Tishreen kam es zusätzlich zu einem Brand, der nach Angaben des Energieministeriums mittlerweile unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Ermittlungen zu Ursache und Folgen

Die genaue Ursache der Pipeline-Explosion und des damit verbundenen Kraftwerksbrandes ist derzeit Gegenstand technischer Untersuchungen. Die zuständigen Behörden prüfen sowohl einen möglichen technischen Defekt als auch einen gezielten Sabotageakt. Da es sich bereits um den dritten derartigen Zwischenfall innerhalb von sechs Wochen im syrischen Gasnetz handelt, nehmen Sicherheitsbehörden auch Sabotage als wahrscheinliche Ursache in Betracht. Die Betreibergesellschaft hat die Reparaturarbeiten an der Tishreen-Anlage eingeleitet, um nach deren Abschluss den Druck in der Leitung schrittweise zu erhöhen und die Stromerzeugung wieder aufzunehmen.

Auswirkungen auf die Energieversorgung

Der Ausfall der Kraftwerkskapazitäten verschärft die ohnehin angespannte Versorgungslage in Syrien weiter. Die syrische Elektrizitätsgesellschaft hat bereits vor einer Zunahme der Stromrationierungszeiten gewarnt. Diese Störung trifft das Land in einer Phase, in der die Bevölkerung bereits unter steigenden Energiekosten leidet. Erst vor wenigen Wochen hatte die Regierung die Preise für Diesel und Benzin aufgrund der schwierigen globalen Marktlage und logistischer Herausforderungen deutlich angehoben, was landesweit zu Unmut und Protesten geführt hatte.

Quelle: Energy News

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