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Victoria legt Stromtrasse für ersten Offshore-Windpark Australiens fest

Victoria definiert 60 km lange Trasse zur Anbindung von 2GW Offshore-Windkapazität vor Gippsland. Umweltprüfung folgt 2027.

Asian Power

Der australische Bundesstaat Victoria hat einen entscheidenden Schritt für den Ausbau der Offshore-Windenergie vollzogen und eine bevorzugte Trassenführung für den Anschluss zukünftiger Windparks festgelegt. Die geplante Leitung wird die ersten Offshore-Projekte vor der Küste von Gippsland mit dem landesweiten Stromnetz verbinden und eine Kapazität von 2 Gigawatt ermöglichen. Mit dieser Strommenge könnten rechnerisch rund 1,5 Millionen Haushalte versorgt werden.

Technisches Design der Übertragungsstrecke

Die geplante Trasse erstreckt sich über eine Länge von 60 Kilometern. Sie soll die Schaltanlage des Kraftwerks Loy Yang mit einer neu zu errichtenden Terminalstation bei Giffard verbinden. Für die shared transmission infrastructure, also die gemeinsam genutzte Übertragungsinfrastruktur, ist ein 200 Meter breiter Korridor vorgesehen. Die Planung basiert auf umfassenden technischen Studien sowie Beratungen mit Landeigentümern und Interessengruppen, die bereits im Jahr 2023 begannen.

Umweltprüfung und nächste Schritte

Die zuständige Behörde VicGrid befindet sich derzeit im Austausch mit betroffenen Landbesitzern über mögliche Standorte für Strommasten sowie den Verlauf der Leitungsrechte. Ein daraus resultierender Referenzentwurf wird nun einer detaillierten Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen. Das entsprechende Dokument soll voraussichtlich Anfang 2027 für öffentliche Stellungnahmen ausgelegt werden. Die exakten Standorte für Masten und Leitungen werden im weiteren Verlauf durch zusätzliche technische Arbeiten und Konsultationen finalisiert.

Wirtschaftliche Bedeutung für die Region

Offshore-Windkraft gilt für Victoria als wichtiger Wirtschaftsmotor. Schätzungen zufolge soll der Sektor mehr als 20 Milliarden Dollar an Investitionen in den Bundesstaat bringen. Allein die erste Auktionsrunde für Offshore-Kapazitäten soll den Gemeinden in der Region Gippsland Investitionen in Höhe von rund 3,1 Milliarden Dollar sichern. Die Landesregierung betont, dass durch den Ausbau der Offshore-Windkraft die Rolle von Gippsland als zentraler Energieknotenpunkt gestärkt und langfristig Arbeitsplätze geschaffen werden sollen.

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