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Volkswagen und Elli starten skalierbares Vehicle-to-Grid-Angebot für E-Autos

Volkswagen und Elli starten mit bidirektionalem Laden ein skalierbares Stromsystem. Kunden können Strom ins Netz speisen und E-Autos als Puffer nutzen.

Electrified

Der Volkswagen-Konzern treibt die Transformation des Energiesystems durch eine neue Initiative seiner Tochtergesellschaft Elli voran. Mit einem integrierten Plattformmodell für bidirektionales Laden (Vehicle-to-Grid, V2G) sollen Elektroautos künftig als mobile Strompuffer dienen, um Netzschwankungen abzufangen und überschüssige erneuerbare Energien nutzbar zu machen. Das System umfasst dabei eine bidirektionale DC-Wallbox, einen speziellen Stromtarif, eine App sowie einen digitalen Stromzähler (Smart Meter).

Technik und Systemanforderungen für das bidirektionale Laden

Für die Teilnahme am V2G-System ist eine spezielle Gleichstrom-Wallbox erforderlich, da Standard-Anschlüsse für Wechselstrom die komplexen Anforderungen an den bidirektionalen Energiefluss nicht erfüllen können. Laut Elli-Chef Giovanni Palazzo liegen die Kosten für diese Ladeinfrastruktur zwar über denen herkömmlicher AC-Wallboxen, jedoch unter der oft kolportierten Marke von 5000 Euro. Technische Bedenken hinsichtlich der Batteriegesundheit entkräftet der Konzern mit dem Hinweis, dass die Batterien für diese Art der Be- und Entladung ausgelegt seien. Eine Beeinträchtigung der Herstellergarantie sei nicht zu befürchten, da die tägliche Belastung bei geschätzten drei bis fünf Kilowattstunden (kWh) als unbedenklich eingestuft wird.

Potenziale für Kunden und Energiewende

Privatkunden können durch die Einspeisung von Strom aus ihrem Fahrzeug in das öffentliche Netz finanzielle Anreize generieren. Schätzungen von Elli zufolge sind bei entsprechender Verfügbarkeit des Fahrzeugs am Netz jährliche Einnahmen von über 700 Euro realisierbar. Für das Stromnetz bietet das Modell den Vorteil eines flexiblen Lastmanagements, bei dem Ladevorgänge und Rückspeisungen optimiert werden, ohne den Komfort für den Nutzer einzuschränken. Die Registrierung für das System ist bereits möglich, während die Auslieferung der Hardware und der Start des Tarifs „Volkswagen Naturstrom V2G Flow“ für Ende des Jahres 2026 vorgesehen sind.

Ausblick auf die Marktdurchdringung

Das Angebot startet in Deutschland für die Marken Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge und Cupra, wobei rund eine Million der aktuell im Umlauf befindlichen VW-Konzern-Elektroautos bereits technisch für V2G gerüstet sein sollen. Eine Ausweitung auf weitere Konzernmarken sowie internationale Märkte wie Frankreich und Großbritannien ist geplant, sobald regulatorische und technische Bedingungen dies zulassen. Langfristig strebt Elli zudem eine markenübergreifende Einbindung an, um die Standardisierung von Hardware und Software voranzutreiben. Trotz des hohen Potenzials bleibt die flächendeckende Implementierung von der Verbreitung notwendiger Smart Meter abhängig, deren Quote derzeit noch auf einem niedrigen Niveau liegt.

Quelle: https://www.electrifiedmagazin.de/elektro/vw-und-elli-machen-vehicle-to-grid-skalierbar/19208/

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