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Wasserstoff-Kernnetz: Deutlicher Anstieg bei Reservierungen für Transportkapazitäten

Das deutsche Wasserstoff-Kernnetz verzeichnet eine verdoppelte Nachfrage nach Transportkapazitäten. Rund 6 Gigawatt sind bereits für die künftige Infrastruktur gesichert.

Energiefirmen.de

Der Aufbau der deutschen Wasserstoff-Infrastruktur schreitet planmäßig voran. Wie aktuelle Marktdaten der Fernleitungsnetzbetreiber zeigen, hat die Nachfrage nach gesicherten Transportkapazitäten im Kernnetz seit März 2026 spürbar zugenommen. Damit unterstreicht die Branche das wachsende Interesse an einer verlässlichen Wasserstoffversorgung für Industrie und Erzeugung.

Hohe Nachfrage nach Kapazitäten im Kernnetz

Zum Stichtag 23. Juli 2026 beliefen sich die zahlungspflichtigen Reservierungen für Ein- und Ausspeisekapazitäten in den verschiedenen Clustern auf knapp 6 Gigawatt. Dies entspricht einer Verdopplung des Wertes innerhalb von rund zwei Monaten, nachdem im Mai 2026 zuletzt Zahlen veröffentlicht worden waren. Zusätzlich wurden für den Transport zwischen den noch getrennten Clustern etwa 0,6 Gigawatt vertraglich gesichert, während weitere 0,5 Gigawatt aktuell geprüft werden. Branchenvertreter werten diese Entwicklung als ein deutliches Signal für die Dynamik im deutschen Wasserstoff-Markthochlauf.

Strukturen für den Marktzugang

Das Kernnetz, das als überregionales Grundgerüst für die Wasserstoffwirtschaft fungiert, wird derzeit durch rund 20 Fernleitungs- und Wasserstoffnetzbetreiber unter Koordination des Verbandes FNB Gas vorangetrieben. Seit März 2026 können Unternehmen Kapazitäten für bis zu sieben Jahre reservieren, bevor diese in feste Buchungen umgewandelt werden. Um die Transparenz über den Hochlauf zu erhöhen, planen die Betreiber, die Veröffentlichung dieser Marktinformationen in regelmäßigen Abständen fortzusetzen.

Rahmenbedingungen und künftiger Ausbau

Die rechtliche Grundlage für das Kernnetz bildet § 28q des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG). Die Bundesnetzagentur genehmigte das Vorhaben im Oktober 2024; es sieht ein rund 9.040 Kilometer langes Leitungsnetz vor, das zu 60 Prozent aus umgestellten Erdgasleitungen besteht. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2032 terminiert. Parallel dazu wird im Rahmen des integrierten Netzentwicklungsplans derzeit eine Erweiterung auf ca. 9.240 Kilometer geprüft, um das Netz noch stärker an den tatsächlichen Bedarf anzupassen. Die verbindlichen Grundlagen für den Netzzugang und die Bilanzierung treten planmäßig zum 1. Januar 2028 in Kraft.

Quelle: https://www.energiefirmen.de/news/artikel-39934-wasserstoff-kernnetz-wachst-dynamisch-nachfrage-nach-transportkapazitaten-verdoppelt-sich

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