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Batteriespeicher stabilisieren Stromversorgung auf dem Münchner Oktoberfest

Großspeicher von Tesvolt sichern die Stromversorgung auf dem Oktoberfest und lösen Kapazitätsprobleme in Festzelten als Alternative zum Netzausbau.

energie.blog

Das Münchner Oktoberfest steht unter elektrischen Hochdruck: Durch den zunehmenden Verzicht auf Gas infolge des Ukrainekriegs und neue städtische Abgasvorgaben steigt die Nachfrage nach elektrischer Energie auf dem Festgelände kontinuierlich an. Da die bestehende physische Netzinfrastruktur bei Lastspitzen zunehmend an ihre Grenzen stößt und es in der Vergangenheit bereits zu Stromausfällen in Festzelten kam, wurde eine neue Lösung implementiert. Der Elektromeisterbetrieb MP Elektrotechnik München setzt dafür nun drei Batteriegroßspeichersysteme des Anbieters Tesvolt ein, um die Stromversorgung in großen Festzelten wie dem Pschorr-Bräurosl und dem Löwenbräu zu stabilisieren.

Technischer Puffer für kritische Lastspitzen

Ein typisches Festzelt bezieht von den Stadtwerken München eine Anschlussleistung von etwa 420 Kilowatt. In Spitzenzeiten, insbesondere wenn elektrische Heizstrahler in Außenbereichen bei kühlerem Wetter in Betrieb genommen werden, übersteigt der reale Energiebedarf jedoch regelmäßig die Marke von 500 Kilowatt. Diese Überlast führte in der Vergangenheit zu lokalen Netzausfällen. Die neuen Speichersysteme schaffen nun einen Puffer von bis zu zwei Stunden, der es den Betreibern ermöglicht, auf Lastspitzen flexibel zu reagieren und den Betrieb ohne sofortigen Ausfall aufrechtzuerhalten.

Wirtschaftliche Alternative zum Netzausbau

Ein klassischer Ausbau der lokalen Trafostationen und der Niederspannungshauptverteiler wäre laut Einschätzung der Experten vor Ort aufgrund logistischer und wirtschaftlicher Hürden kaum umsetzbar. Die Investition in mobile Batteriespeicher erweist sich hingegen als effizientere Maßnahme, die sich voraussichtlich innerhalb von zwei bis drei Jahren amortisieren soll. Die verwendeten Systeme zeichnen sich zudem durch ihre platzsparende Bauweise aus, da sie ohne eine komplexe Flüssigkeitskühlung auskommen.

Zukunft der Energieversorgung auf der Wiesn

Die Integration von intelligenter Speichertechnologie bietet laut den Verantwortlichen nicht nur kurzfristige Sicherheit, sondern eröffnet Spielräume für eine nachhaltigere Energiezukunft auf dem Volksfest. Überlegungen für künftige Konzepte schließen eine mögliche Nutzung von Abwärme, Windkraft oder Solarmodulfolien auf den Zeltdächern ein, bei denen die Speicher als zentrales Element der intelligenten Laststeuerung fungieren könnten.

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