CATL forciert Kapazitäten für Natrium-Ionen-Batterien
CATL investiert in Natrium-Ionen-Batterietechnologie: Neues 4,7-Milliarden-Yuan-Projekt mit Ronbay zur Kathodenproduktion startet noch 2026.

Der führende Batterieproduzent CATL setzt seine Strategie zur Kommerzialisierung von Natrium-Ionen-Batterien konsequent fort. Ein wesentlicher Baustein ist dabei eine neue Partnerschaft mit Ronbay Technology, die den Bau eines groß angelegten Kathodenmaterial-Werks in Xiantao umfasst. Mit einem Investitionsvolumen von rund 4,7 Milliarden Yuan soll dort eine jährliche Produktionskapazität von 300.000 Tonnen entstehen. CATL sichert sich durch eine Abnahmevereinbarung den Zugriff auf mindestens 60 Prozent des jährlichen Bedarfs an diesen Kathoden bis Ende 2029.
Was ist für den Markteintritt geplant?
Die Kooperation unterstreicht den ambitionierten Zeitplan des Herstellers für die Markteinführung der neuen Batterietechnologie. Bereits im September dieses Jahres soll die erste Lieferung von Natrium-Ionen-Batterien erfolgen. Bis Ende 2026 ist das Erreichen der Gigawattstunden-Skala vorgesehen, bevor ab Juni 2027 eine weltweite Belieferung angestrebt wird. Da Natrium-Ionen-Batterien ohne das kostenintensive Lithium auskommen, gelten sie als wichtige Technologie für preisgünstigere Elektrofahrzeuge und stationäre Stromspeicher.
Wie steht es um die Feststoffbatterie?
Im Bereich der viel diskutierten Feststoffbatterien agiert CATL deutlich vorsichtiger als mancher Wettbewerber. Nach Einschätzung des Unternehmens ist eine echte Massenproduktion dieser Technologie erst ab 2030 realistisch. CATL ordnet seinen aktuellen Entwicklungsstand derzeit auf Stufe 4 von 9 ein. Experten betonen, dass viele derzeit angekündigte Lösungen für das Jahr 2026 noch als Semi-Feststoffbatterien mit einem Flüssiganteil klassifiziert werden müssten, da sie technologisch noch nicht voll ausgereift seien. Neben den technologischen Fortschritten treibt das Unternehmen zudem den Ausbau seines Netzwerks für Batteriewechselstationen voran, das bis Jahresende auf 3.000 Einheiten anwachsen soll.