EU-Energiekommissar warnt vor anhaltender Marktvolatilität
EU-Energiekommissar Dan Jørgensen warnt vor langfristiger Volatilität am Energiemarkt und fordert Maßnahmen zur Entlastung der Verbraucher.

Der für Energie zuständige EU-Kommissar Dan Jørgensen hat in einem Interview in Brüssel vor einer dauerhaften Instabilität an den Energiemärkten gewarnt. Laut seiner Einschätzung ist mit einer anhaltenden Preisvolatilität zu rechnen, die sich künftig sogar noch verschärfen könnte. Ein schnelles oder einfaches Allheilmittel gegen diese Krise gebe es derzeit nicht.
Forderung an die Mitgliedstaaten
Angesichts der schwierigen Lage appellierte Jørgensen an die Regierungen der europäischen Staaten, verstärkt auf vorhandene Flexibilitätsinstrumente zurückzugreifen. Ziel dieser Maßnahmen müsse es sein, die finanzielle Belastung durch die hohen Energiepreise für Millionen von Haushalten in Europa spürbar zu reduzieren.
Druck auf die Ölreserven
Die Aussagen des Energiekommissars fallen in eine Phase, in der die US-Regierung verstärkt Druck auf die Länder der Europäischen Union ausübt. Washington fordert die Freigabe von Millionen Barrel Erdöl aus den nationalen Notfallreserven, um die Marktlage zu stabilisieren. Ob und wie die EU-Staaten auf diese Forderung reagieren werden, bleibt nach derzeitigem Informationsstand abzuwarten.