Europas Windkraftkapazität wächst im ersten Halbjahr 2026 stark an
Europa installierte im ersten Halbjahr 2026 8,8 GW neue Windkraftkapazität. Deutschland ist führend, und Offshore-Windkraft legte besonders stark zu.

Die Windenergie festigt ihre Position als zentrale Säule der europäischen Energiewende. Laut Daten des europäischen Branchenverbandes WindEurope wurden im ersten Halbjahr 2026 europaweit 8,8 Gigawatt (GW) an neuer Windkraftkapazität in Betrieb genommen. Dieser Wert markiert einen deutlichen Anstieg von annähernd 30 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Deutschland nimmt dabei eine führende Rolle ein und trägt 39 Prozent zur gesamten neu hinzugekommenen Kapazität bei. Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung im Bereich der Offshore-Windkraft: Hier wurden 2,1 GW an neuer Leistung installiert, was einer Verdreifachung im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 entspricht.
Gesamtkapazität und zukünftige Herausforderungen
Mit den neu installierten Anlagen erreichte die kumulierte Windkraftleistung in Europa zum 30. Juni 2026 insgesamt 311 GW. Ob das aktuelle Wachstumstempo auf diesem hohen Niveau gehalten werden kann, hängt laut WindEurope maßgeblich von den kommenden politischen Rahmenbedingungen ab.
Insbesondere die Optimierung von Projektgenehmigungen, die Gestaltung von Auktionsverfahren sowie die Geschwindigkeit des Netzausbaus werden als entscheidende Faktoren für das Erreichen künftiger Ausbauziele identifiziert.