GIH fordert stärkere Integration von Hitzeschutz in die energetische Gebäudesanierung
Der GIH fordert die stärkere Integration von sommerlichem Wärmeschutz und Klimaanpassung in die energetische Sanierung von Gebäuden in Deutschland.

Der Energieberatendenverband GIH fordert eine verstärkte Berücksichtigung des sommerlichen Wärmeschutzes bei der energetischen Sanierung von Gebäuden. Angesichts zunehmender Hitzewellen und der damit verbundenen gesundheitlichen Belastungen müsse die Klimaanpassung künftig fest in Sanierungskonzepte integriert werden. Wie der Verband unter Verweis auf Daten des Robert Koch-Instituts betont, gab es allein bis Mitte Juli 2026 bereits rund 9.800 hitzebedingte Todesfälle in Deutschland.
Technologien für ein gesundes Raumklima
Eine moderne Energieberatung betrachtet Gebäude ganzheitlich, um sowohl den Energieverbrauch im Winter zu senken als auch die Kühlung im Sommer zu verbessern. Zu den empfohlenen Maßnahmen gehören ein außenliegender Sonnenschutz, eine effektive Wärmedämmung, Begrünungen sowie intelligente Lüftungskonzepte. Zudem können reversible Wärmepumpen, die in Kombination mit Photovoltaik und Batteriespeichern betrieben werden, die Wohnqualität steigern und die Kühlkosten senken, ohne die Energieeffizienz zu beeinträchtigen.
Fokus auf öffentliche Gebäude
Der GIH appelliert insbesondere an Politik und Kommunen, den Sanierungsprozess im öffentlichen Gebäudebestand zu beschleunigen. Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäuser und Pflegeheime sollten bei der Umsetzung klimaanpassender Maßnahmen Priorität genießen, um für besonders schutzbedürftige Personengruppen sichere Aufenthaltsorte unter künftigen Klimabedingungen zu gewährleisten. Stefan Bolln, Vorsitzender des GIH, hebt hervor, dass der sommerliche Wärmeschutz dabei ebenso selbstverständlich in die Planung einfließen sollte wie klassische Maßnahmen zur Senkung des Energiebedarfs.
Quelle: https://www.gih-bayern.de/presse/hitzeschutz-beginnt-am-gebaeude-energieberatung-schafft-wohnkomfort-und-unterstuetzt-bei-der-klimaanpassung/