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Kritik an EU-Verpackungsverordnung: Wirtschaft warnt vor hoher Bürokratiebelastung

Neue EU-Verpackungsverordnung sorgt für Kritik bei der Wirtschaft wegen hohem Bürokratieaufwand. IHK Bodensee-Oberschwaben fordert praxisnahe Nachbesserungen.

rv-news.de

Kurz vor dem Inkrafttreten der neuen europäischen Verpackungsverordnung (PPWR) am 12. August wächst der Widerstand aus der regionalen Wirtschaft. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bodensee-Oberschwaben warnt vor einer massiven Zunahme bürokratischer Hürden, die den beabsichtigten Abbau von regulatorischem Aufwand konterkarieren könnten. Die Debatte verdeutlicht das Spannungsfeld zwischen ambitionierten Nachhaltigkeitszielen und der praktischen Umsetzbarkeit in den Unternehmen.

Was wird an der neuen Verordnung kritisiert?

Die IHK betont, dass die Kritik sich nicht gegen die ökologischen Ziele der Verordnung richtet. Die Stärkung der Kreislaufwirtschaft und die Vermeidung von Verpackungsabfällen seien zentrale und unterstützenswerte Anliegen. Das Hauptproblem liegt jedoch in der konkreten Ausgestaltung der Regelungen. Dr. Sönke Voss, Hauptgeschäftsführer der IHK Bodensee-Oberschwaben, bezeichnet die Verordnung als exemplarisch für einen bürokratischen Prozess, bei dem eine Vielzahl von Dokumentations- und Nachweispflichten die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen schwäche.

Wer ist von der neuen Regelung betroffen?

Entgegen einer weitverbreiteten Annahme beschränken sich die Auswirkungen nicht allein auf Verpackungshersteller. Nahezu jedes Unternehmen, das Waren verpackt, versendet, importiert oder unter eigenem Namen in Verkehr bringt, ist von den neuen Bestimmungen betroffen. Dies umfasst weitreichende Pflichten zur technischen Dokumentation und Konformitätserklärungen. Insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen entstehen hierdurch komplexe Anforderungen entlang der gesamten Lieferkette, die im Versand und in der Logistik oft schwer zu bewältigen sind.

Wie geht es nach Sicht der IHK weiter?

Die IHK fordert eine deutliche Nachbesserung der Umsetzungsvorschriften. Zu den konkreten Forderungen zählen die Einführung von Bagatellgrenzen sowie vereinfachte Nachweisverfahren für kleinere Betriebe. Zudem kritisiert der Verband die mangelnde Kohärenz zwischen verschiedenen Regelungsbereichen. Weitere Einzelheiten zur spezifischen Ausgestaltung der geforderten Änderungen oder zu einer möglichen politischen Reaktion auf diese Forderungen gehen aus den verfügbaren Quellen nicht hervor.

Quelle: https://www.rv-news.de/neue-verpackungsverordnung-statt-buerokratieabbau/

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