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Kyankwanzi: Neues solarbetriebenes Wasserversorgungssystem in Uganda in Betrieb genommen

Ein neues, solarbetriebenes Wasserversorgungssystem in Kyankwanzi, Uganda, verbessert die Trinkwasserqualität für 3.500 Bewohner und stärkt die Infrastruktur.

Europe Says

Im ugandischen Distrikt Kyankwanzi hat die offizielle Inbetriebnahme des Bulaza-Projekts zur solaren Wasserversorgung und Bewässerung die Lebensbedingungen für tausende Menschen grundlegend verbessert. Das Projekt, das von der Staatsministerin für Wasser, Aisha Sekindi, eingeweiht wurde, markiert einen Fortschritt in der nationalen Strategie Ugandas, bis zum Jahr 2030 eine flächendeckende Versorgung mit sicherem und sauberem Trinkwasser zu gewährleisten.

Technische Kapazitäten und Umfang des Projekts

Die neue Anlage, die von M/S Nexus Green realisiert wurde, ist speziell auf die Herausforderungen der Region zugeschnitten, die seit Jahren unter Wasserknappheit leidet. Zu den zentralen technischen Komponenten gehört ein Brunnen mit einer Förderleistung von 6.000 Litern Wasser pro Stunde. Die Infrastruktur umfasst zudem einen Reservoir-Tank mit einem Fassungsvermögen von 40.000 Litern sowie 28 Entnahmestellen, die die lokale Bevölkerung direkt mit Wasser versorgen. Die Finanzierung in Höhe von etwa 147.000 Euro wurde durch United Kingdom Export Finance (UKEF) bereitgestellt.

Entlastung der lokalen Bevölkerung

Vor der Installation waren die Bewohner des Gebiets, insbesondere in Bulaza und dem Handelszentrum Kigando, auf unzureichende Quellen angewiesen, wie etwa weit entfernte Brunnen, private Teichanlagen oder Auffangbecken. Insbesondere in Trockenzeiten führte die Notlage dazu, dass Menschen und Vieh aus denselben, häufig verunreinigten Quellen trinken mussten, was ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellte. Die neue Anlage reduziert nun die langen täglichen Wege zur Wasserbeschaffung und stellt eine zuverlässige, hygienische Versorgung sicher.

Ausblick und weitere Bedarfe

Obwohl das Projekt für die Anwohner eine unmittelbare Erleichterung darstellt, betonen lokale Vertreter und Anwohner, dass der Bedarf an Wasserinfrastruktur in der Region weiterhin hoch bleibt. Da Kyankwanzi ein Zentrum der Viehwirtschaft ist, besteht der Wunsch, die Wasserinfrastruktur weiter auszubauen, um auch für das Vieh während der Trockenperioden gesicherte Kapazitäten zu schaffen. Die Regierung plant den Ausbau der Wasserversorgung, wobei in Kyankwanzi bereits weitere Projekte zur Trinkwasserversorgung und zur Bewässerung abgeschlossen wurden.

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