Landvolk fordert höhere EEG-Förderung für Moor-Photovoltaik
Das Landvolk fordert für das EEG 2027 höhere Förderboni für Moor-PV, um die Wirtschaftlichkeit der technisch anspruchsvollen Projekte sicherzustellen.

Im Vorfeld der ersten Lesung des EEG 2027-Entwurfs im Deutschen Bundestag am 23. September fordert das Landvolk Niedersachsen deutliche Anpassungen bei der Förderung von Moor-Photovoltaik (Moor-PV). Nach Ansicht des Verbandes reichen die aktuell vorgesehenen Rahmenbedingungen nicht aus, um die wirtschaftliche Umsetzung solcher Projekte flächendeckend zu ermöglichen.
Technisch anspruchsvolle Rahmenbedingungen
Der aktuelle Gesetzesentwurf sieht für Moor-PV einen Bonus von lediglich 0,5 Cent je Kilowattstunde vor. Aus Sicht des Landvolks steht dieser Wert in keinem Verhältnis zu den tatsächlichen Anforderungen. Photovoltaikanlagen auf wiedervernässten Moorflächen sind deutlich kostenintensiver als konventionelle Freiflächenprojekte. Gründe hierfür sind unter anderem aufwendige Genehmigungsverfahren, spezielle Gründungs- und Aufständerungskonzepte sowie höhere Planungs- und Entwicklungsaufwendungen.
Forderung nach höherer Vergütung
Um die breite Umsetzung dieser innovativen Technologie zu gewährleisten, verlangt das Landvolk eine Anhebung des Bonus für Moor- und Agri-PV auf mindestens 2,5 Cent pro Kilowattstunde. Ohne eine solche auskömmliche Vergütung drohe die Gefahr, dass Moor-PV-Projekte lediglich Einzelfälle bleiben. Ergänzend schlägt der Verband vor, die CO2-Minderung durch Wiedervernässungsmaßnahmen stärker zu honorieren. Hierfür sollten zusätzliche Instrumente, etwa die Anrechnung von CO2-Zertifikaten, in Kombination mit der EEG-Förderung möglich gemacht werden.
Flächennutzung und Energiewende
Neben der wirtschaftlichen Förderung betont das Landvolk die Bedeutung einer klugen Flächennutzung. Die Energiewende müsse so gestaltet werden, dass keine unnötige Konkurrenz zur landwirtschaftlichen Lebensmittelproduktion entsteht. Vorrang bei der PV-Entwicklung sollten deshalb versiegelte, vorbelastete oder wiedervernässte Flächen haben, um Klimaschutz, Energieerzeugung und Landwirtschaft in Einklang zu bringen.