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LEAG startet Bau von Deutschlands größtem Batteriespeicher in der Lausitz

LEAG baut in der Lausitz mit der GigaBattery Jänschwalde 1000 den aktuell größten Batteriespeicher Deutschlands. Inbetriebnahme für 2028 geplant.

Energiefirmen.de

Der Energiekonzern LEAG treibt den Umbau des Lausitzer Braunkohlereviers zu einem integrierten Energiestandort voran. Mit dem Projekt der sogenannten Gigawatt-Factory kombiniert das Unternehmen erstmals Windkraft, Photovoltaik und Batteriespeicher im Gigawattmaßstab zu einem aufeinander abgestimmten System aus Erzeugung, Speicherung und steuerbarer Leistung. Im Rahmen dieses Vorhabens hat nun der Bau der GigaBattery Jänschwalde 1000 begonnen.

Leistungsstarker Großspeicher ab 2028 geplant

Die GigaBattery Jänschwalde 1000 soll nach ihrer Fertigstellung über eine Leistung von 1.000 Megawatt sowie eine Kapazität von 4.000 Megawattstunden verfügen. Die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2028 vorgesehen. Das Projekt übertrifft die derzeit größten aktiven Batteriespeicher in Deutschland deutlich. Im eigenen Unternehmensportfolio markiert die Anlage zudem einen signifikanten Sprung: Sie wird über die etwa 15-fache Leistung des Speichers verfügen, den die LEAG seit 2020 in Spremberg betreibt.

Erste Erzeugungsanlagen bereits in Betrieb

Zeitgleich zum Baustart des Batteriespeichers nimmt das Unternehmen weitere Anlagen für die Gigawatt-Factory in Betrieb. Auf den rekultivierten Flächen des ehemaligen Tagebaus Jänschwalde bei Forst wurde der Windpark Forst-Briesnig 2 mit 17 Anlagen und einer Gesamtleistung von 105 Megawatt ans Netz angeschlossen. Zudem ging der erste Bauabschnitt des Energieparks Bohrau in Betrieb. Dieses Projekt umfasst rund 230.000 Photovoltaikmodule auf einer Fläche von 130 Hektar, die eine Leistung von über 130 Megawatt-Peak erbringen und jährlich etwa 130 Gigawattstunden Strom liefern sollen.

Investitionen und Ausblick

Für den Aufbau der verschiedenen Komponenten der Gigawatt-Factory wurden bislang mehr als eine Milliarde Euro investiert. Das Projekt soll zudem die wirtschaftliche Transformation der Region unterstützen, indem es Fachkräfte bindet und neue Perspektiven schafft. Die Kommunen vor Ort profitieren von jährlichen Beteiligungen in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro. Die LEAG plant bereits weitere Ausbauschritte: Für einen zweiten Abschnitt des Energieparks Bohrau wurde ein Bauantrag über 120 Megawatt eingereicht. Weitere Windprojekte im Umfeld des Cottbuser Ostsees und der Bergbaufolgelandschaft Jänschwalde sind ebenfalls in der Planung.

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