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Nachhaltigkeit in der Arbeitskleidung: Kriterien und Zertifizierungen für die Praxis

Erfahren Sie, wie Sie nachhaltige Arbeitskleidung anhand von Zertifikaten wie GOTS und bluesign sowie durch langlebige Materialien und LkSG-Konformität erkennen.

Genxtreme Blog

Bei der Auswahl nachhaltiger Arbeitskleidung kommt es zunehmend auf objektive Belege statt auf allgemeine Marketingversprechen an. Nachhaltige Workwear zeichnet sich durch eine Kombination aus umweltschonenden Materialien, hohen sozialen Standards in der Fertigung und einer hohen Langlebigkeit aus. Ein rein auf dem Etikett oder in der Werbung genanntes Label ohne Zertifikatsnachweis reicht als Qualitätsmerkmal nicht aus.

Materialwahl und Zertifizierung als Basis

Der größte ökologische Einfluss von Arbeitskleidung entsteht durch die verwendeten Rohstoffe. Als nachhaltige Optionen gelten Materialien wie GOTS-zertifizierte Bio-Baumwolle, recyceltes Polyester (rPET) oder Tencel-Fasern, die in geschlossenen Kreisläufen produziert werden. Für eine zuverlässige Einordnung der Chemikaliennutzung und Ressourceneffizienz in der Produktion bieten Standards wie bluesign wichtige Orientierungspunkte. Im Gegensatz dazu prüft der Oeko-Tex Standard 100 lediglich das Endprodukt auf Schadstoffe, nicht jedoch die Produktionsbedingungen, und ist somit als Minimalstandard einzustufen.

Soziale Standards und gesetzliche Vorgaben

Die Gewährleistung fairer Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern lässt sich durch Siegel wie die Fair Wear Foundation (FWF) oder die SA8000 belegen. Zudem spielt das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) eine wichtige Rolle. Seit 2023 sind größere Unternehmen ab 1.000 Mitarbeitenden verpflichtet, Menschenrechtsrisiken in der Lieferkette systematisch zu erfassen und zu adressieren. Diese Dokumentationspflichten dienen zunehmend als Qualitätsmerkmal für die Transparenz in der Herstellung.

Langlebigkeit als ökologischer Faktor

Ein wesentlicher Aspekt der Nachhaltigkeit ist die tatsächliche Nutzungsdauer der Kleidung. Durch hochwertige Verarbeitung, wie verstärkte Kniepartien durch DuraMotion, den Einsatz von Ripstop-Gewebe gegen Rissbildung oder abriebfeste Cordura-Einsätze, lässt sich die Lebensdauer der Produkte signifikant erhöhen. Ein Hersteller, der eine hohe Produktlebensdauer anstrebt, integriert zudem häufig Angebote wie Reparaturanleitungen oder Ersatzteilverfügbarkeit in sein Konzept. Ein Ersatz des Kleidungsstücks wird dadurch seltener notwendig, was den Ressourcenverbrauch senkt.

Greenwashing und Schutzfunktionen

Beim Kauf sollten Anwender auf vage Formulierungen wie "umweltfreundlich" ohne Zertifikatsbeleg achten. Ebenso ist ein isoliertes Highlighten einzelner Recycling-Komponenten ohne Beachtung des Gesamtprodukts oft ein Zeichen für Greenwashing. Entgegen verbreiteter Vorurteile steht ein Nachhaltigkeitsanspruch nicht im Widerspruch zu Schutzanforderungen. Flammhemmende Ausrüstungen oder Warnschutznormen wie EN ISO 20471 können auch bei Verwendung nachhaltiger Materialien und Fasern erfüllt werden, sofern die entsprechenden Zertifizierungen vorliegen.

Quelle: https://www.genxtreme.de/blog/nachhaltige-arbeitskleidung-woran-man-sie-erkennt/

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