OMV erweitert Elektrolyse-Kapazitäten in Raffinerie Petrobrazi auf 55 Megawatt
Die OMV erweitert ihre Wasserstoff-Kapazität in der rumänischen Raffinerie Petrobrazi auf 55 Megawatt für die Produktion nachhaltiger Flugkraftstoffe.

Die OMV Petrom, eine Tochtergesellschaft des österreichischen Konzerns OMV, hat einen signifikanten Ausbau ihrer Wasserstoff-Infrastruktur am rumänischen Standort Petrobrazi vermeldet. Wie aus aktuellen Unternehmensangaben hervorgeht, wurden sieben zusätzliche Elektrolyse-Module angeliefert, um den dortigen Elektrolyseur zu erweitern. Mit diesem Schritt erhöht das Unternehmen die Gesamtkapazität für die Produktion von grünem Wasserstoff auf 55 Megawatt.
Der in Petrobrazi gewonnene grüne Wasserstoff ist für die industrielle Weiterverarbeitung vorgesehen. Er soll insbesondere als Rohstoff für die Produktion von nachhaltigem Flugkraftstoff (SAF) sowie hydriertem Pflanzenöl (HVO) eingesetzt werden. Hierfür errichtet der Konzern aktuell eine entsprechende Produktionsanlage, die auf eine Jahreskapazität von 250.000 Tonnen ausgelegt ist. Das Erweiterungsprojekt erhält dabei eine Unterstützung durch europäische Fördergelder in Höhe von rund 29 Millionen Euro und soll künftig ein Volumen von etwa 4.700 Tonnen grünem Wasserstoff jährlich bereitstellen.
Neben den Aktivitäten in Rumänien verfolgt die OMV eine strategische Transformation ihrer inländischen Standorte in Österreich. Im Fokus stehen dort technische Modernisierungen sowie die Nutzung erneuerbarer Energien zur Eigenversorgung der Förderanlagen. So sollen beispielsweise durch die Umstellung auf elektrische Kompressoren bis zum Jahr 2028 jährlich rund 70.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Ergänzend dazu versorgt eine Photovoltaikanlage die Betriebsstätten mit CO2-neutralem Strom.