RWE plant Großspeicher im ehemaligen Tagebau Hambach
RWE baut einen 470-MWh-Batteriespeicher im Tagebau Hambach. Inbetriebnahme für 2027 geplant. Nutzung bestehender Netzanbindung und Flächen für die Energiewende.

RWE treibt die Transformation des Braunkohletagebaus Hambach voran und nutzt die dort vorhandene Infrastruktur für neue Speicher- und Erzeugungskapazitäten. Auf einer Fläche von etwa drei Hektar am Rand der Grube entsteht ein Batteriespeicher, der ab 2027 eine Leistung von 236 Megawatt und eine Speicherkapazität von 470 Megawattstunden bereitstellen soll. Dieses Projekt markiert einen weiteren Schritt in der Umnutzung ehemaliger fossiler Standorte für die Energiewende.
Warum wird der Standort Hambach genutzt?
Der entscheidende Vorteil des Standortes liegt in der bereits vorhandenen Netzinfrastruktur. Da der Tagebau über Jahrzehnte den Strom aus den Kraftwerken abtransportierte, verfügt er über einen leistungsstarken Netzanschluss, dessen Neubau andernorts zeit- und kostenintensiv wäre. Zudem kann RWE eigene Flächen nutzen, was langwierige Genehmigungsverfahren für Flächensicherungen und Enteignungen vermeidet, während die geplante Umwandlung des Tagebaus in einen See noch Jahrzehnte in Anspruch nehmen wird.
Welche weiteren Projekte entstehen vor Ort?
Parallel zum Großspeicher wächst direkt nebenan der Solarpark Manheimer Bucht. Die Anlage soll bis Ende 2026 mit rund 25.300 Modulen ans Netz gehen und über einen eigenen 80-Megawattstunden-Speicher verfügen. Laut Angaben sind bereits drei ältere Solarparks im selben Tagebau in Betrieb, die den Strombedarf von 19.000 Haushalten decken. Förderfreie Anlagen, wie ein im Artikel genanntes Beispiel eines Unternehmens, verdeutlichen zudem, dass solche Flächenprojekte zunehmend wirtschaftlich ohne EEG-Vergütung realisierbar sind.
Welche Bedeutung hat diese Entwicklung?
Die Speicher dienen dazu, den stockenden Netzausbau zu unterstützen und die regionale Wertschöpfung im Rheinischen Revier im Zuge des Kohleausstiegs zu fördern. Während der Zubau an Batteriespeichern branchenweit stark ansteigt, bleibt die Sicherung geplanter Projekte für Analysten eine Herausforderung. Die Umnutzung des Tagebaus Hambach zeigt, wie fossile Altlasten als Anlagegüter für die Energiewende recycelt werden können. Weitere Einzelheiten zur konkreten Finanzierung der Speicher-Hardware oder möglichen technologischen Besonderheiten der verwendeten Batteriezellen gehen aus den verfügbaren Quellen nicht hervor.
Quelle: https://www.drweb.de/rwe-batteriespeicher-tagebau-hambach/