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Solar Cluster BW fordert Jahresabrechnung für kleine Photovoltaikanlagen

Das Solar Cluster BW schlägt eine vereinfachte Jahresabrechnung für PV-Kleinanlagen vor, um die Direktvermarktung und bürokratische Hürden zu erleichtern.

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Im Rahmen der Verbändeanhörung zur anstehenden Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) hat das Solar Cluster Baden-Württemberg einen konkreten Vorschlag zur vereinfachten Marktintegration kleiner Photovoltaikanlagen eingebracht. Der Verband warnt davor, dass die geplante Verpflichtung zur Direktvermarktung für Anlagen bis 25 Kilowatt installierter Leistung eine zu hohe bürokratische und technische Hürde darstelle. Statt komplexer Einzelprozesse fordert das Cluster standardisierte und wirtschaftlich tragfähige Abläufe, um den weiteren Ausbau der Solarenergie nicht zu gefährden.

Einfachere Abrechnung statt viertelstündlicher Messung

Als praktikable Alternative zur bisherigen EEG-Vergütung und zur aufwendigen Direktvermarktung schlägt der Verband ein Modell der Jahresabrechnung vor. Dabei soll die gemessene Jahreseinspeisung mit einem gewichteten Marktwert für Photovoltaikstrom multipliziert werden, abzüglich eines transparenten Vermarktungsentgelts. Nach Einschätzung von Geschäftsführerin Carolin Grieshop würde dieses Verfahren sowohl die Notwendigkeit für eine viertelstundenscharfe Einzelabrechnung als auch die Pflicht zum sofortigen Einbau intelligenter Messsysteme, sogenannter Smart Meter, für diese Anlagengröße erübrigen. Zudem wäre keine staatliche EEG-Vergütung mehr erforderlich, was den Bundeshaushalt entlasten könnte.

Kritik an starrer 50-Prozent-Kappung

Neben der Abrechnung kritisiert das Solar Cluster die derzeit diskutierte starre Begrenzung der Einspeiseleistung auf 50 Prozent der installierten Kapazität. Der Verband plädiert stattdessen für eine bedarfsorientierte Steuerung, bei der die Einspeisung nur dann reduziert wird, wenn an der Strombörse negative oder sehr niedrige Preise vorliegen. Eine solche Regelung könne über Wechselrichter oder Energiemanagementsysteme automatisiert umgesetzt werden. Im Gegensatz zum ministerialen Modell würde dies sicherstellen, dass Solaranlagen auch dann einspeisen können, wenn im Netz ein tatsächlicher Strombedarf besteht.

Quelle: https://www.photovoltaik.eu/foerderung/solar-cluster-baden-wuerttemberg-schlaegt-jahresverguetung-fuer-kleinanlagen-vor

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