Thailand weitet Solar-Förderprogramm auf 10 Gigawatt aus
Thailand verdoppelt sein Solar-Förderprogramm auf 10 GW, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu senken. Start der ersten Phase ist im Oktober.

Die thailändische Regierung hat eine deutliche Aufstockung ihres öffentlichen Solar-Förderprogramms beschlossen. Die installierte Kapazität soll von bislang 5 Gigawatt auf 10 Gigawatt verdoppelt werden. Finanzminister Ekniti Nitithanprapas bestätigte die Entscheidung, die ein zentraler Bestandteil der nationalen Strategie zur Energiewende ist. Ziel ist es, die wirtschaftliche Anfälligkeit durch importierte fossile Energieträger sowie durch die volatilen Preise für Flüssigerdgas (LNG) zu verringern.
Einspeisung und Vergütung für Haushalte
Das erweiterte Programm richtet sich insbesondere an Privathaushalte und soll rund eine Million Haushalte in ganz Thailand erreichen. Die teilnehmenden Haushalte erhalten die Möglichkeit, den selbst erzeugten Solarstrom für den Eigenbedarf zu nutzen und überschüssige Energie in das öffentliche Netz einzuspeisen. Für den eingespeisten Strom ist eine Vergütung in Höhe von 2,20 Thailändischen Baht (THB) pro Kilowattstunde vorgesehen. Die Leistung der einzelnen Photovoltaik-Anlagen ist pro Stromzähler auf maximal 5 Kilowatt begrenzt.
Technologische Erweiterung des Programms
Neben den klassischen Aufdach-Anlagen umfasst das aktualisierte Förderprogramm künftig auch bodengestützte Solar-Installationen sowie schwimmende Photovoltaik-Anlagen (Floating PV). Diese breitere technologische Ausrichtung soll dazu beitragen, die gesteckten Kapazitätsziele effizienter zu erreichen und die Versorgungssicherheit im Land nachhaltig zu stärken.
Zeitplan und nächste Schritte
Ein detaillierter Umsetzungsplan für das gesamte 10-Gigawatt-Programm steht derzeit noch aus. Dennoch hat die Regierung den Zeitrahmen für die erste Phase konkretisiert: Die Einführung der Förderung für Aufdach-Solaranlagen soll voraussichtlich Mitte Oktober starten.