Voestalpine präsentiert neuen Elektrolichtbogenofen zur Stahldekarbonisierung
Voestalpine nimmt in Linz einen Elektrolichtbogenofen in Betrieb, um ab 2027 die Stahlproduktion durch das Greentec Steel-Programm zu dekarbonisieren.

Voestalpine macht einen wichtigen Schritt in der Transformation seiner Stahlproduktion. Am Standort Linz wurde ein neuer Elektrolichtbogenofen präsentiert, der als Kernstück des Klimaschutzprogramms Greentec Steel fungiert. Mit einem Investitionsvolumen von rund 1,5 Milliarden Euro verfolgt das Unternehmen das Ziel, den Übergang von der klassischen, kohlebasierten Hochofenroute zu klimafreundlicheren Produktionsverfahren zu vollziehen. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für 2027 vorgesehen.
Fortschritte bei wasserstoffbasierter Produktion
Neben dem Elektrolichtbogenofen treibt Voestalpine den Ausbau der Hy4Smelt-Demonstrationsanlage voran, die auf die Nutzung von Wasserstoff in der Stahlherstellung ausgerichtet ist. Seit September 2025 laufen die Bauarbeiten an diesem Projekt, bei dem bereits wesentliche Infrastrukturelemente wie eine Schmelzerhalle, eine Mahlanlage sowie eine rund einen Kilometer lange Wasserstoff-Pipeline fertiggestellt wurden. Beide Projekte zusammen verdeutlichen den ambitionierten Kurs des Unternehmens in Richtung Netto-Null-Emissionen.
Solide finanzielle Basis als Grundlage
Die Realisierung der milliardenschweren Transformationsprojekte wird durch eine robuste operative Geschäftsentwicklung gestützt. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27, das den Zeitraum von April bis Juni 2026 abdeckte, erzielte der Konzern einen Umsatz von 4 Milliarden Euro, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert von 3,9 Milliarden Euro entspricht. Das operative Ergebnis (EBITDA) wuchs auf 495 Millionen Euro, verglichen mit 361 Millionen Euro im gleichen Vorjahresquartal. Diese finanzielle Stärke verschafft dem Unternehmen den notwendigen Spielraum, um die ökologische Umstellung der Produktion sowie parallele Expansionsvorhaben, wie etwa in der Bahnsparte, kontinuierlich voranzutreiben.