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Wien unterzeichnet Greenpeace-Deklaration für städtischen Gasausstieg

Wien verpflichtet sich als erste europäische Hauptstadt zur Greenpeace-Deklaration für den Gasausstieg und plant die Wärmewende bis 2040.

EUROPE SAYS

Die Stadt Wien setzt ein bedeutendes Zeichen für die kommunale Energiewende: Als erste europäische Hauptstadt hat die Stadtverwaltung die internationale Greenpeace-Deklaration für einen Gasausstieg in Städten unterzeichnet. Mit diesem Schritt bekräftigt die Wiener Stadtregierung ihr Ziel, die fossile Wärmeversorgung bis zum Jahr 2040 vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen.

Krisensicherheit durch den Gasausstieg

Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky unterstrich bei der Unterzeichnung die Notwendigkeit, sich von fossilen Brennstoffen zu lösen. Er verwies darauf, dass die Abhängigkeit von Gas und Öl nicht nur die Klimakrise verschärfe, sondern die Stadt und ihre Haushalte zudem anfällig für volatile Energiepreise mache. Die Umstellung auf lokal erzeugte, erneuerbare Energien soll langfristig für stabile Energiepreise sorgen und die Versorgungssicherheit erhöhen. Dabei setzt Wien insbesondere auf Technologien wie Wärmepumpen, die in der modernen Gebäudewärmeplanung nicht nur zum Heizen, sondern auch zur Kühlung von Wohnräumen eingesetzt werden können.

Strategische Neuausrichtung der Wärmeversorgung

Der Gasausstieg ist ein zentraler Bestandteil des Wiener Klimafahrplans. Die Stadt treibt das Programm „Raus aus Gas“ bereits aktiv voran. Dennoch betont Czernohorszky, dass für das Erreichen der Klimaneutralität bis 2040 weitere gesetzliche Rahmenbedingungen notwendig sind. Hierbei setzt Wien auf die Unterstützung durch den Bund, insbesondere im Zuge der Umsetzung des nationalen Klimagesetzes. Konkret gefordert werden Anpassungen im Gaswirtschaftsgesetz sowie im Miet- und Wohnungseigentumsrecht, um die energetische Sanierung und den Heizungstausch in Wohngebäuden effizienter zu gestalten.

Internationale Vorbildfunktion

Greenpeace Österreich begrüßt die Vorreiterrolle Wiens ausdrücklich. Die Umweltschutzorganisation appelliert an die Regierungen anderer europäischer Städte, diesem Beispiel zu folgen und sich ebenfalls zur „Gas-Free Cities Declaration“ zu bekennen. Ziel des Netzwerks ist ein koordinierter Ausstieg aus der fossilen Gasnutzung in Sektoren wie Heizung, Kochen und industrieller Stromerzeugung. Dass ein solcher Wandel auch unter schwierigen Bedingungen möglich ist, unterstreicht die Teilnahme der ukrainischen Stadt Chortkiv an der Deklaration, die trotz der aktuellen Krisensituation an ihrem Ziel einer nachhaltigen Energiezukunft festhält.

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