Agri-Photovoltaik: Drogeriekette dm bezieht Solarstrom von Apfelplantage
dm bezieht seit Juli 2026 Solarstrom aus einer Agri-PV-Anlage über einer Apfelplantage in Neuried. Ein Fünfjahresvertrag sichert feste Konditionen.

Der Drogeriekonzern dm setzt verstärkt auf direkte Ökostrom-Partnerschaften, um seine Energieversorgung zu stabilisieren und die Klimabilanz zu verbessern. Seit Juli 2026 bezieht das Unternehmen Solarstrom aus einer Agri-Photovoltaik-Anlage, die direkt über einer Apfelplantage in Neuried-Dundenheim bei Offenburg errichtet wurde. Mit einer jährlichen Erzeugungsmenge von etwa zwei Gigawattstunden trägt das Projekt zur dezentralen Energiewende bei und zeigt einen praxistauglichen Weg zur Vermeidung von Flächenkonkurrenz auf.
Wie funktioniert die Doppelnutzung auf der Fläche?
Die Agri-Photovoltaik ermöglicht die gleichzeitige Bewirtschaftung einer Fläche für die Landwirtschaft und die Stromerzeugung. Durch die Aufständerung der Solarmodule können landwirtschaftliche Kulturen – in diesem Fall Apfelbäume – unter den Modulen weiterwachsen. Neben der Stromproduktion bieten die Solarmodule für den Landwirt David Mild zusätzliche Vorteile, da sie die Bäume vor extremen Wetterbedingungen wie Hagel, starker Sonneneinstrahlung und Starkregen schützen.
Was wurde vertraglich geregelt?
Die Stromabnahme erfolgt über einen langfristigen Vertrag, ein sogenanntes Power Purchase Agreement (PPA), mit dem Energiedienstleister EHA. Dieser Vertrag läuft über fünf Jahre und sichert dem Drogerieunternehmen feste Konditionen zu, die unabhängig von den kurzfristigen Schwankungen an der Strombörse sind. Für den Obstbauern bietet die Abnahmegarantie die notwendige Planungssicherheit, um die Investition in die Photovoltaik-Anlage wirtschaftlich umzusetzen.
Welche Bedeutung hat diese Entwicklung?
Projekte dieser Art gewinnen im Zuge der Energiewende an Bedeutung, da sie eine effiziente Flächennutzung mit direkter ökonomischer Sicherheit für Erzeuger und Abnehmer verbinden. Mit dem schrittweisen Auslaufen staatlicher Einspeisevergütungen gewinnen solche PPA-Modelle für Unternehmen zunehmend an Relevanz als Instrument für ein planbares Risikomanagement in der Energiebeschaffung. Weitere Einzelheiten zur spezifischen Preisgestaltung oder technischen Spezifikationen der Anlage gehen aus den verfügbaren Quellen nicht hervor.
Quelle: https://www.drweb.de/agri-photovoltaik-dm-solarstrom-apfelplantage/