top of page

Agri-PV: Mortenson sieht wachsendes Modell für nachhaltige Solarentwicklung in den USA

Agri-PV gewinnt in den USA an Bedeutung: Mortenson berichtet von fast 700 Anlagen und 14 GW Leistung durch duale Landnutzung bei Solarparks.

Construction Owners Club

Die Integration von Photovoltaik und landwirtschaftlicher Produktion gewinnt in den USA als Lösungsansatz für eine flächeneffiziente Energiewende an Relevanz. Laut aktuellen Analysen, die das Bauunternehmen Mortenson hervorhebt, hat sich die Agri-PV zu einem etablierten Entwicklungsmodell entwickelt, das Energieerzeugung und landwirtschaftliche Nutzung auf denselben Flächen kombiniert.

Marktwachstum bei dualer Landnutzung

Die Verbreitung dieser Systeme ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Während im Jahr 2020 etwa 27.000 Hektar Land mit einer installierten Leistung von rund 4,5 GW für Agri-PV-Anlagen genutzt wurden, umfasst der US-Markt heute nach Angaben von Mortenson knapp 700 Projekte. Diese Anlagen bedecken inzwischen rund 85.000 Hektar und erreichen eine installierte Gesamtleistung von circa 14 GW. Dieser Zuwachs unterstreicht die zunehmende Bedeutung der Technologie für Projektentwickler und Landeigentümer.

Betriebliche Vorteile und landwirtschaftliche Integration

Agri-PV-Systeme ermöglichen eine vielfältige Bewirtschaftung, bei der die Paneele so angeordnet werden, dass sie Raum für Pflanzenbau, die Förderung von Bestäuberhabitaten durch heimische Vegetation oder die Beweidung durch Nutztiere wie Schafe bieten. Neben der fortdauernden landwirtschaftlichen Nutzung ergeben sich für die Betreiber auch operative Vorteile: Die Vegetation unter den Solarmodulen kann zu einem kühleren Mikroklima um die Anlagen beitragen, was die Effizienz der Photovoltaik-Module positiv beeinflussen kann. Zudem reduziert die Beweidung durch Tiere den Aufwand für die Vegetationspflege auf dem Betriebsgelände.

Projektbeispiele und öffentliche Akzeptanz

Bei der Realisierung solcher Großprojekte, wie etwa der 209-MW-Anlage Markum Solar Farm in Texas oder dem 138-MW-Projekt Arlington II in Georgia, müssen Planer spezifische Faktoren berücksichtigen. Dazu zählen die Höhe und der Abstand der Paneele sowie die Abstimmung auf den landwirtschaftlichen Betrieb. Über die betrieblichen Vorteile hinaus bietet das Modell einen Weg, um lokale Bedenken hinsichtlich der großflächigen Umwandlung von Agrarland in reine Industrieflächen zu adressieren. Studien deuten darauf hin, dass die Akzeptanz für Agri-PV-Projekte in der Bevölkerung höher ist als für konventionelle Solarparks auf Freiflächen.

bottom of page