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Air Products und RWE schließen PPA für Wasserstoffproduktion in Rotterdam

Air Products und RWE vereinbaren PPA über 75 GWh Grünstrom für die Wasserstoffverflüssigungsanlage in Rotterdam, um RFNBO-konforme Produktion zu sichern.

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Der Industriegase-Spezialist Air Products und der Energieversorger RWE haben eine strategische Kooperation zur langfristigen Versorgung mit erneuerbarer Energie vereinbart. Im Zentrum des Stromabnahmevertrags (Power Purchase Agreement, PPA) steht die Belieferung der Wasserstoff-Produktionsstandorte von Air Products im niederländischen Rotterdam mit jährlich bis zu 75 Gigawattstunden grünem Strom.

Regenerative Energie für neue Kapazitäten

Die vertraglich vereinbarte Strommenge stammt aus zwei spezifischen Anlagen: dem Onshore-Windpark Karolinapolder am Volkerak bei Dinteloord sowie dem Solarpark Kerkrade in der Provinz Limburg. Die Energie wird sowohl für den Betrieb der bestehenden Wasserstoffinfrastruktur als auch für die derzeit im Bau befindliche Wasserstoffverflüssigungsanlage in Rotterdam genutzt. Diese Anlage soll nach ihrer geplanten Inbetriebnahme im Jahr 2027 als größte ihrer Art in Europa fungieren und die Kapazitäten für Flüssigwasserstoff maßgeblich erhöhen.

Einhaltung der RED III-Richtlinien

Ein wesentliches Ziel des PPA ist die Sicherstellung einer CO₂-armen Produktion, die den Anforderungen der europäischen Richtlinie über erneuerbare Energien (RED III) entspricht. Durch den Bezug des Wind- und Solarstroms kann Air Products Wasserstoff herstellen, der als erneuerbarer Kraftstoff nicht biogenen Ursprungs (RFNBO) zertifiziert werden kann. Diese Konformität ist für Industriekunden von entscheidender Bedeutung, um eigene Dekarbonisierungsziele im industriellen Maßstab zu verwirklichen.

Strategische Bedeutung für die Wasserstoffwirtschaft

Beide Unternehmen bewerten die Vereinbarung als einen entscheidenden Schritt für die europäische Energiewende. Während Air Products seine Expertise in der Wasserstoffinfrastruktur und Logistik für Branchen wie die Elektronikfertigung und den Transportsektor weiter ausbaut, festigt RWE seine Rolle als Lieferant für CO₂-armen Strom in der Industrie. Die Integration von Windenergie, Solarenergie und Wasserstoffproduktion gilt dabei als Modell für den beschleunigten Umbau energieintensiver Sektoren in Europa.

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