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Austrian Power Grid startet umfassende Modernisierung der 220-kV-Ennstal-Leitung

Die APG investiert 240 Millionen Euro in die Modernisierung der 70 Jahre alten Ennstal-Stromleitung zwischen Salzburg und der Steiermark bis 2028.

Bezirksjournal

Die Austrian Power Grid (APG) hat mit einem bedeutenden Infrastrukturprojekt zur Stärkung der österreichischen Stromnetze begonnen. Ende Juli starteten die Arbeiten zur Generalerneuerung der 220-kV-Ennstal-Stromleitung, die seit dem Jahr 1949 in Betrieb ist. Für die Modernisierung dieser überregionalen Leitungsverbindung, die sich über 73 Kilometer erstreckt und das Ennstal mit elektrischer Energie versorgt, veranschlagt der Netzbetreiber ein Investitionsvolumen von rund 240 Millionen Euro.

Umfang und technische Umsetzung der Erneuerung

Das Vorhaben umfasst den Leitungsabschnitt zwischen Wagrain in Salzburg und Weißenbach bei Liezen in der Steiermark. Während etwa 56 Kilometer der Trasse in der Steiermark liegen, entfallen rund 17 Kilometer auf das Bundesland Salzburg. Im Zuge der Maßnahmen werden sämtliche technischen Komponenten der 234 Masten umfassenden Strecke auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Die bestehenden Masten werden durch neue Modelle ersetzt, wobei einige Masten künftig eine größere Höhe aufweisen werden. Die Streckenführung bleibt hingegen unverändert, was Eingriffe in bisher nicht genutzte Flächen minimiert.

Bedeutung für die Versorgungssicherheit und regionale Wirtschaft

Höchstspannungsleitungen wie die Ennstal-Verbindung fungieren als wesentliche Knotenpunkte im überregionalen Stromnetz. Sie ermöglichen den großräumigen Transport elektrischer Energie zwischen Erzeugungsanlagen und regionalen Verteilnetzen und reduzieren durch ihre hohe Spannungsebene Übertragungsverluste. Eine Erneuerung nach über 70 Jahren Betriebsdauer ist notwendig, um mechanische und witterungsbedingte Abnutzungserscheinungen zu beheben und die Anlage an heutige Sicherheitsstandards anzupassen.

Neben dem technischen Nutzen für die Stromversorgung bringt das Projekt beachtliche wirtschaftliche Impulse mit sich. Eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Economica beziffert die durch die Investition ausgelöste Bruttowertschöpfung in Österreich auf rund 112 Millionen Euro. Zudem schafft das Bauvorhaben während der Umsetzungsphase rund 1.300 Arbeitsplätze.

Zeitplan bis zur Fertigstellung

Die Arbeiten an der Höchstspannungsleitung sind langfristig angelegt. Die vollständige Projektabwicklung inklusive des Rückbaus temporärer Baustellenwege und der anschließenden Rekultivierung der Flächen ist bis zum Herbst 2028 geplant.

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