Bangladesch plant verstärkten Ausbau erneuerbarer Energien zur Verringerung der Importabhängigkeit
Bangladesch plant verstärkten Ausbau von Solarenergie und erneuerbaren Quellen, um Importabhängigkeit bei fossilen Brennstoffen zu reduzieren.

Um den Druck auf die staatlichen Finanzen zu senken und die Versorgungssicherheit zu erhöhen, richtet Bangladesch seinen Fokus stärker auf erneuerbare Energien. Wie der Minister für Energie und Bodenschätze, Iqbal Hassan Mahmood, kürzlich bekannt gab, ist der Ausbau regenerativer Quellen ein zentraler Bestandteil der nationalen Strategie, um die Abhängigkeit von teuren Importen fossiler Brennstoffe zu reduzieren.
Welche Ziele verfolgt die Regierung im Bereich Solarenergie?
Die Regierung plant, insbesondere die Kapazitäten für Solarenergie durch großflächige Investitionsprojekte zu steigern. Dabei soll der Staat Investoren gezielt Flächen zur Verfügung stellen, auf denen Photovoltaik-Anlagen für die Netzeinspeisung errichtet werden können. Ergänzend dazu wird an dezentralen Lösungen wie privaten Rooftop-Solar-Arrangements gearbeitet, die nach dem Vorbild von Haushaltsanschlüssen für Internet oder Kabelfernsehen organisiert werden könnten.
Wie soll die Industrie in die Energiewende eingebunden werden?
Ein wesentlicher Hebel ist der Industriesektor, insbesondere die für das Land bedeutende Textilbranche. Die Regierung strebt an, dass die Readymade-Garment-Industrie schrittweise auf nachhaltige Energiequellen umstellt. Als konkretes Ziel wurde die Marke von mindestens 30 Prozent Anteil erneuerbarer Energien in diesem Sektor bis zum Jahr 2030 definiert. Neben dem Ausbau der Solarenergie werden auch Potenziale für den Einsatz von Biokraftstoffen sowie der Einsatz kleiner modularer Reaktoren (SMR) geprüft.
Welche strukturellen Herausforderungen bestehen weiterhin?
Obwohl die Regierung Maßnahmen zur Verbesserung der Energieinfrastruktur einleitet, bestehen weiterhin infrastrukturelle Hürden, wie etwa Probleme bei der Netzstabilität. Zudem betonte der Minister die Notwendigkeit, Verteilungsprozesse effizienter zu gestalten, um Leitungsverluste zu minimieren. Dabei wurde die Privatisierung der Stromverteilung als ein möglicher Weg diskutiert, um die Effizienz zu steigern, ähnlich wie es in einigen Regionen Indiens bereits praktiziert wird. Weitere Einzelheiten zur zeitlichen Umsetzung der geplanten Netzoptimierungen gehen aus den verfügbaren Quellen nicht hervor.
Quelle: https://en.prothomalo.com/bangladesh/iyckh26stw