Batteriespeicher als Schlüssel zur Flexibilisierung erneuerbarer Energien
Batteriespeicher erhöhen die Flexibilität von Photovoltaikanlagen. KRAFTWERK RPS zeigt anhand aktueller Projekte, wie Speicher die Energiewende stützen.

Die Integration erneuerbarer Energien in das deutsche Stromnetz steht vor wachsenden Herausforderungen: Während der Anteil grünen Stroms stetig steigt, klaffen Erzeugung und Verbrauch zeitlich häufig auseinander. Batteriespeicher nehmen in diesem Kontext eine zentrale Rolle ein, indem sie Erzeugungsspitzen glätten, den Eigenverbrauch optimieren und die Netzstabilität unterstützen. Wie essenziell eine passgenaue Planung für die Wirtschaftlichkeit solcher Anlagen ist, demonstriert das Ingenieurunternehmen KRAFTWERK Renewable Power Solutions anhand verschiedener Anwendungsszenarien.
Technik und Einsatzgebiete variieren je nach Standort
Ein Batteriespeicher ist kein standardisiertes Produkt, das universell eingesetzt werden kann. Vielmehr bestimmen das individuelle Verbrauchsprofil, die Netzanschlusssituation und die wirtschaftlichen Zielsetzungen die technische Auslegung. In Kressbronn am Bodensee beispielsweise dient ein Speicher mit 250 kW Leistung und 522 kWh Kapazität dazu, die Rentabilität einer bestehenden Photovoltaikanlage zu erhöhen, indem Überschüsse für den Eigenverbrauch vorgehalten oder zu attraktiveren Zeiten vermarktet werden. Gleichzeitig dient er dem Lastspitzenmanagement und als Notstromversorgung.
Zusätzliche Funktionen durch Doppelnutzung
Besonders bei industriellen Anlagen gewinnt die Doppelfunktion von Speichersystemen an Bedeutung. Beim Unternehmen Gerflor in Delmenhorst ersetzt ein Speicher mit 500 kW Leistung und 1 MWh Kapazität ein fossiles Blockheizkraftwerk. Er sichert kritische Produktionsbereiche bei Netzausfällen ab und nutzt freie Kapazitäten an Wochenenden, um Solarstrom für die kommende Woche zu speichern. Auch im landwirtschaftlichen Bereich, wie bei einem Projekt in Arendsee (Sachsen-Anhalt), zeigen sich Synergien: Hier wird ein 10 MWh-Speicher in ein integriertes Agri-PV-Konzept eingebunden, um die Erträge der nachgeführten Solarmodule gezielt in nachfragestarke Zeiten zu verschieben.
Wirtschaftlichkeitsanalysen als Basis für Investitionen
Bevor ein Projekt realisiert wird, stehen komplexe Simulationen im Vordergrund. Für die Stadtwerke Bramsche bewertete KRAFTWERK Economics verschiedene Anlagenkonfigurationen, um das optimale Verhältnis zwischen PV-Leistung, Speichergröße und Netzanschluss zu finden. Auf Basis dieser Analysen wird der Solarpark derzeit weiterentwickelt, wobei die Bauausführung für das Jahr 2027 geplant ist. Solche Berechnungen bestätigen laut den Beteiligten, dass sich die Kopplung von Photovoltaik und Speichern unter aktuellen Marktbedingungen wirtschaftlich vorteilhaft betreiben lässt.
Quelle: https://www.presse-blog.com/2026/08/04/batteriespeicher-schaltstelle-der-energiewende/