Bauphase für erste künstliche Energieinsel vor Belgiens Küste abgeschlossen
Abschluss der Fundamentarbeiten für die Princess Elisabeth Island: 23 Caissons bilden nun das Grundgerüst der ersten künstlichen Energieinsel vor Belgien.

Die Errichtung der äußeren Umfassung für das Projekt Princess Elisabeth Island ist abgeschlossen. Wie der Übertragungsnetzbetreiber Elia mitteilte, wurde der letzte von insgesamt 23 Beton-Caissons erfolgreich installiert, wodurch die fundamentale Perimeter-Struktur der weltweit ersten künstlichen Energieinsel vollendet wurde. Die Installation der massiven Betonbauwerke erfolgte durch das Konsortium TM Edison, in dem die beiden belgischen Marinebauunternehmen DEME und Jan De Nul ihre Kompetenzen bündeln.
Technische Details der Energieinsel
Jedes der verbauten Betonelemente wiegt rund 22.000 Tonnen und weist eine Länge von 58 Metern sowie eine Breite von 28 Metern auf. Die Höhe der Caissons variiert je nach Position zwischen 23 und 32 Metern. Gefertigt wurden diese Strukturen in Vlissingen in den Niederlanden, von wo aus sie für den Transport und die Platzierung in der Nordsee zur Baustelle etwa 45 Kilometer vor der belgischen Küste gebracht wurden.
Netzanbindung und zukünftige Infrastruktur
Die Energieinsel dient als zentraler Knotenpunkt, um die zweite Offshore-Windzone Belgiens effizient in das nationale Übertragungsnetz einzubinden. Über die Funktion der Netzstabilisierung hinaus ist die Insel für den Ausbau künftiger internationaler Stromverbindungen konzipiert, darunter ein geplantes Seekabel zum Vereinigten Königreich. Mit dieser Infrastruktur leistet das Projekt einen wesentlichen Beitrag zur Vernetzung europäischer Offshore-Windkapazitäten.
Zeitplan für die weitere Entwicklung
Nach dem Abschluss der Fundamentarbeiten für die Inselumfassung gehen die Arbeiten nun in die nächste Phase. Die Installation der eigentlichen elektrischen Infrastruktur ist für das Jahr 2029 vorgesehen. Die vollständige Fertigstellung und Inbetriebnahme der Energieinsel ist für 2031 geplant. Bis dahin wird der Standort weiter ausgebaut, um die geplanten Kapazitäten für die Übertragung erneuerbarer Energien in die Zielmärkte zu gewährleisten.