Die Regierung des indischen Bundesstaates Bihar hat ein umfangreiches Investitionsprogramm für den Energiesektor angekündigt. Angesichts einer bis 2030 prognostizierten Spitzenlast von 11.747 Megawatt sollen insgesamt rund 1,88 Billionen Rupien in die Bereiche Energieerzeugung, Speicherung, Übertragung und Verteilung sowie in erneuerbare Energien fließen.
Fokus auf erneuerbare Energien und Speichertechnologien
Ein zentrales Ziel der Strategie ist der Ausbau der Kapazitäten für erneuerbare Energien auf 24 Gigawatt bis zum Zeitraum 2029-30. Hierfür sind laut dem Energieministerium rund 132.521 Crore Rupien für Generation und Energiespeicher vorgesehen. Um die Netzstabilität zu gewährleisten, setzt der Bundesstaat zudem auf die Förderung von Pumpspeicherwerken in den Regionen Nawada, Jamui, Banka und Munger, für die eine Kapazität von 8.400 Megawatt geplant ist.
Förderung grünen Wasserstoffs und Netzmodernisierung
Neben dem Ausbau der Stromerzeugung investiert Bihar gezielt in die Wasserstoffwirtschaft. Mit einem Budget von 1.040 Crore Rupien soll ein lokales Ökosystem für grünen Wasserstoff entstehen, wobei fünf Pilotdörfer den Einsatz der Technologie für Stromerzeugung und sauberes Kochen demonstrieren sollen. Ergänzend dazu plant die Regierung umfangreiche Investitionen in die Modernisierung der Verteilernetze sowie in den Bau von 56 neuen Umspannwerken und rund 7.400 Kilometern an Übertragungsleitungen.
Erweiterung des dezentralen Energieangebots
Das Investitionspaket umfasst auch soziale und technologische Programme, darunter eine groß angelegte Initiative für Dach-Solaranlagen. Diese richtet sich an rund eine Million Haushalte, die bisher unter das Kutir-Jyoti-Programm fallen, sowie an Regierungsgebäude. Zusätzlich sind spezialisierte Projekte wie ein batteriespeichergestützter Solarpark und ein geplantes Kernkraftwerk in Banka Teil der langfristigen Energiestrategie des Bundesstaates.
