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CATL: Lithium-Produktionsstopp und Fortschritte bei Batteriespeicher-Großprojekt

CATL stoppt Lithium-Produktion in Jianxiawo, was Preise treibt. Gleichzeitig expandiert das Unternehmen bei Großspeichern und Feststoff-Batterie-Technik.

Börse Global

Der chinesische Batteriehersteller CATL steht derzeit im Fokus zweier gegenläufiger Entwicklungen: Einerseits beeinträchtigt eine Produktionsunterbrechung am Rohstoffmarkt die Verfügbarkeit von Lithium, andererseits erzielt das Unternehmen technologische und infrastrukturelle Erfolge bei der Energiespeicherung. Die Stilllegung der Jianxiawo-Mine in der chinesischen Provinz Jiangxi hat direkte Auswirkungen auf die globale Angebotslage, da der Standort über eine jährliche Produktionskapazität von rund 65.000 Tonnen Lithium-Carbonat-Äquivalent verfügt. Dies entspricht etwa 7 Prozent der monatlichen chinesischen Gesamtproduktion. Branchenbeobachter warnen, dass bei einer Ausweitung der Stilllegungen in der Region ein Fünftel der nationalen Produktion ausfallen könnte, was sich bereits in einem sprunghaften Anstieg der Lithium-Futures an der Terminbörse GFEX widerspiegelt.

Ausbau von Großspeichern in Australien

Ungeachtet der Rohstoffproblematik schreitet der Ausbau der Energiespeicherinfrastruktur voran. Im australischen Brisbane ging die zweite Phase des Supernode-Projekts, einem der weltweit größten Batteriespeichersysteme, offiziell in den kommerziellen Betrieb. Das gesamte Speichersystem ist auf eine Kapazität von 780 Megawatt beziehungsweise 3.074 Megawattstunden ausgelegt. CATL liefert hierfür Speichersysteme der Produktlinien EnerC Plus und TENER S. Eine Erweiterung der Anlage auf über 5 Gigawattstunden Kapazität wird bereits geprüft, während die Finanzierung für eine dritte Projektphase in Höhe von 469 Millionen Australischen Dollar bereits gesichert ist.

Innovation bei Feststoff-Batterien und globaler Service

Technologisch setzt CATL auf eine langfristige Strategie im Bereich der Feststoff-Batterien. Das Unternehmen hat ein Patent für eine sulfidebasierte Feststoff-Batterie angemeldet, die eine Energiedichte von 500 Wattstunden pro Kilogramm erreichen soll. Der Start einer Pilotproduktion für diese Technologie ist für 2027 avisiert. Zudem plant der Konzern für die zweite Jahreshälfte 2026 die Einführung eines globalen Servicekonzepts, das durch Reparaturen auf Zellebene in spezialisierten Zentren weltweit die Instandhaltungskosten für Batteriespeicher drastisch senken soll. Durch den Austausch einzelner Zellen statt ganzer Einheiten könnten die Kosten signifikant reduziert werden.

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