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China verschärft Sicherheitsvorschriften für den Energiesektor

China führt zum 1. Januar 2027 strengere Sicherheitsvorschriften für den Energiesektor ein, insbesondere für Offshore-Windkraft und neue Energieanlagen.

State Council of the People's Republic of China

Die chinesische Regierung hat eine umfassende Aktualisierung der Sicherheitsvorschriften für die Energieversorgung angekündigt, um den wachsenden Anforderungen eines modernen Stromsystems gerecht zu werden. Premierminister Li Qiang unterzeichnete das entsprechende Dekret des Staatsrates, das am 1. Januar 2027 in Kraft treten wird. Die Neuregelung umfasst insgesamt 38 Artikel und adressiert die geänderten Bedingungen, die durch die Energiewende und die damit einhergehende Integration erneuerbarer Energiequellen entstehen.

Anpassung an neue Anforderungen im Energiesystem

Die neue Verordnung verpflichtet Energieversorger und Stromnutzer dazu, die Identifizierung potenzieller Gefahrenquellen zu intensivieren. Zudem wurden die Kriterien für die Klassifizierung von Stromunfällen angepasst, um Faktoren wie den Umfang des Stromnetzes, dessen strukturelle Veränderungen sowie die Leistung der installierten Stromerzeugungsanlagen präziser zu erfassen. Eine wesentliche Neuerung besteht darin, dass nun auch die Sicherheitsverantwortlichkeiten von Entitäten explizit geklärt werden, die zwar an das Netz angeschlossen sind, jedoch nicht direkt als Energieversorger oder klassische Nutzer fungieren.

Fokus auf Offshore-Windkraft und Wüstenbasen

Ein zentraler Bestandteil der Sicherheitsstrategie für die kommenden Jahre ist die verstärkte Überwachung von Großprojekten im Bereich der Erneuerbaren Energien. In diesem Zusammenhang sollen die Sicherheitsstandards insbesondere für Offshore-Windkraftanlagen und großflächige neue Energiebasen in Wüstenregionen angehoben werden. Ergänzend dazu fördert die chinesische Energiebehörde den Einsatz von künstlicher Intelligenz. Intelligente Sicherheitsausrüstungen sowie die Erforschung von KI-basierten Modellen für das Sicherheitsmanagement sollen zukünftig eine präventive Risikosteuerung ermöglichen, um systemische Gefahren frühzeitig zu erkennen und abzuwehren.

Verfahren bei Unfällen und nächste Schritte

Die Verordnung schreibt zudem vor, dass Energieunternehmen verbindliche Notfallpläne erstellen und regelmäßige Übungen durchführen müssen. Im Falle von Störungen werden die Abläufe der Unfalluntersuchung standardisiert, indem Untersuchungsteams dazu verpflichtet werden, Aufsichtsbehörden einzubinden. Diese Maßnahmen folgen auf eine positive Entwicklung der Sicherheitsbilanz während des 14. Fünfjahresplans (2021-2025), in dem die Anzahl arbeitsplatzbezogener Unfälle und Todesfälle in der Energiebranche gesenkt werden konnte.

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