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Deutschland erreicht 128-Gigawatt-Marke bei Solarleistung – Branche fordert Kurskorrektur

Deutschland erreicht 128 GWp Photovoltaik-Leistung. Der BSW-Solar warnt vor einem Ausbauknick durch geplante EEG-Änderungen und fordert bessere Rahmenbedingungen.

Bundesverband Solarwirtschaft

Deutschland hat einen bedeutenden Meilenstein der Energiewende erreicht: Die installierte Photovoltaik-Leistung hat im August 2026 die Marke von 128 Gigawattpeak (GWp) überschritten. Damit wurde das im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für das laufende Jahr festgeschriebene Ausbauziel erfolgreich realisiert. Laut aktuellen Daten des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar), die auf dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur basieren, sind derzeit mehr als sechs Millionen Solaranlagen in Betrieb. Im Jahr 2025 trug Solarstrom bereits etwa ein Fünftel zur gesamten Nettostromerzeugung in Deutschland bei.

Warnung vor einem drohenden Ausbauknick

Trotz des erreichten Etappenziels äußert die Solarbranche deutliche Sorge hinsichtlich der zukünftigen Dynamik. Der BSW-Solar warnt ausdrücklich vor einem drohenden Ausbauknick. Nach Einschätzung des Verbandes könnten geplante Verschärfungen im Rahmen der EEG-Novelle 2027 sowie zusätzliche Vorgaben des Netzanschlusspakets das Investitionsklima nachhaltig belasten. Kritisiert werden insbesondere die vorgesehenen Änderungen bei der Förderung kleiner PV-Anlagen, die verstärkte Verpflichtung zur Direktvermarktung sowie Regelungen, die den Wegfall von Entschädigungszahlungen bei netzbedingten Abregelungen vorsehen.

Investitionsbedarf bis 2030

Der BSW-Solar betont, dass ein kontinuierlich steigendes Ausbautempo notwendig ist, um die gesetzlichen Klimaziele zu erreichen. Für das Jahr 2030 ist ein Ausbauziel von insgesamt 215 GWp definiert. Um dies zu realisieren, müssen in den kommenden Jahren jährlich im Durchschnitt rund 20 GWp zusätzliche Solarleistung in das Stromnetz integriert werden. Im Vergleich dazu wurden in den Jahren 2024 und 2025 jeweils etwa 17,5 GWp neu installiert. Die Branche fordert den Bundestag daher dazu auf, im weiteren Gesetzgebungsverfahren nachzubessern, um Investitionshürden zu vermeiden und die notwendige Beschleunigung bei der Photovoltaik sowie bei begleitenden Batteriespeichern zu gewährleisten.

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