Die Energie AG hat am 19. Oktober 2026 eine neue Agri-Photovoltaikanlage in Schalchen offiziell in Betrieb genommen. Das Projekt stellt einen weiteren Baustein beim Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung in Oberösterreich dar und verknüpft Stromerzeugung mit landwirtschaftlicher Flächennutzung.
Technische Kapazitäten und Energieleistung
Die Anlage verfügt über eine installierte Leistung von 5,99 MWp und besteht aus rund 9.350 Photovoltaikmodulen. Prognosen zufolge wird die Anlage jährlich etwa 8,06 GWh Sonnenstrom erzeugen. Diese Strommenge reicht rechnerisch aus, um rund 2.300 Haushalte zu versorgen. Über die geplante Betriebsdauer von 30 Jahren soll das Projekt zur Einsparung von circa 58.000 Tonnen CO₂ beitragen.
Flächeneffizienz durch Agri-PV
Ein wesentliches Merkmal der Anlage ist die duale Nutzung des Grundstücks. Mehr als 75 Prozent der Fläche stehen weiterhin für die landwirtschaftliche Produktion zur Verfügung. Das auf der Fläche gewonnene Mähgut kann zudem als Tierfutter genutzt werden, wodurch eine Synergie zwischen Energieerzeugung und Landwirtschaft entsteht.
Investitionsstrategie und Bürgerbeteiligung
Das Projekt in Schalchen ist Teil einer breit angelegten Investitionsoffensive der Energie AG. Das Unternehmen plant bis zum Jahr 2035 Investitionen in Höhe von vier Milliarden Euro in den Bereich der erneuerbaren Energien in Oberösterreich. Davon sind 300 Millionen Euro explizit für eigene Photovoltaik-Projekte vorgesehen. Für das laufende Jahr strebt das Unternehmen den Bau weiterer Anlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 25 MWp an. Zudem ist vorgesehen, dass ab dem Jahr 2027 Anwohner aus der Region Schalchen die Möglichkeit erhalten, den Strom direkt aus der neuen Anlage zu beziehen.
