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Erneuter landesweiter Stromausfall auf Kuba

Erneuter kompletter Stromausfall auf Kuba: Marode Kraftwerke und Treibstoffmangel führen zu landesweiter Energiekrise mit 9,4 Millionen Betroffenen.

Radio Euroherz

Der Karibikstaat Kuba ist erneut von einem landesweiten Stromausfall betroffen. Es handelt sich bereits um den siebten derartigen Totalausfall seit Beginn des Jahres 2026. Der staatliche Stromversorger UNE teilte mit, dass die Ursachen des Vorfalls untersucht werden und Protokolle zur Wiederherstellung der Energieversorgung eingeleitet wurden.

Chronische Energiekrise durch marode Infrastruktur

Die Stromversorgung auf der Insel leidet seit Längerem unter einer Kombination aus veralteten Wärmekraftwerken und einem akuten Treibstoffmangel. Bereits vor dem jüngsten Blackout war die Versorgungslage extrem angespannt. Der Versorger UNE prognostizierte für die Spitzenlastzeiten lediglich eine verfügbare Leistung von 1.110 Megawatt, während der tatsächliche Bedarf auf rund 3.200 Megawatt geschätzt wurde. In den Tagen vor dem kompletten Zusammenbruch litten Teile der Bevölkerung bereits unter lang anhaltenden Stromausfällen von bis zu 30 Stunden.

Einfluss politischer Sanktionen und ausbleibender Importe

Ein wesentlicher Faktor für die prekäre Situation ist der erschwerte Zugang zu Erdöl auf dem internationalen Markt. Seit Dezember des vergangenen Jahres sind die Lieferungen aus Venezuela zum Erliegen gekommen. Zudem wirken sich die Sanktionen der USA massiv auf die Energieversorgung aus. Die Androhung von Strafzöllen gegen Länder, die weiterhin Öl nach Kuba exportieren, hat zu einem nahezu vollständigen Stopp ausländischer Treibstofflieferungen geführt. Derzeit ist der Import von Treibstoff aus den USA primär auf den kubanischen Privatsektor beschränkt, was die staatliche Energieversorgung weiter unter Druck setzt.

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