Exkursion beleuchtet technologischen Fortschritt bei Wind- und Solarparks
Einblick in die Technik von Wind- und Solarparks: Wie sich Effizienz und Speicherkapazitäten in zehn Jahren entwickelt haben.

Im Rahmen einer Exkursion in den Alb-Donau-Kreis wurden die technischen Rahmenbedingungen eines zehn Jahre alten Wind- und Solarparks näher betrachtet. Die besichtigten Windkraftanlagen, die seit Ende 2012 in Betrieb sind, verfügen über eine Leistung von jeweils zwei Megawatt. Im Vergleich dazu erreichen moderne Onshore-Windkraftanlagen heute Leistungen zwischen fünf und sieben Megawatt. Jede der bestehenden Anlagen produziert jährlich etwa 3,5 Millionen Kilowattstunden Strom, was den Bedarf von circa 1.000 Durchschnittshaushalten deckt.
Die angrenzende Freiflächen-Solaranlage umfasst 9.900 Module auf einer Fläche von 3,2 Hektar und weist eine installierte Leistung von 2,67 Megawatt-Peak auf. Bei einer Inbetriebnahme heute könnte die Stromausbeute auf der gleichen Fläche aufgrund effizienterer Module nahezu verdoppelt werden. Ein zentraler Punkt der Besichtigung war zudem die Integration von Stromspeichern. Während die Anlage vor einem Jahrzehnt ohne Batteriespeicher errichtet wurde, betonen Betreiber wie die EnBW heute die Notwendigkeit von Speichersystemen, um die volatile Stromerzeugung besser in das Netz zu integrieren.
Die Anreise zur Exkursion unterstrich die Bedeutung der Elektromobilität im öffentlichen Sektor. Eingesetzt wurde ein Batteriebus, der verdeutlichte, wie sich die Batterietechnologie auch in der Mobilität stetig weiterentwickelt. Neben der reinen Erzeugung erneuerbarer Energien wird auch der Umbau konventioneller Kraftwerke vorangetrieben. So ist für ein Kohlekraftwerk in Altbach beispielsweise die Transformation zu einem wasserstofffähigen Gaskraftwerk geplant, um künftige Bedarfsspitzen in Zeiten geringer Einspeisung aus Sonne und Wind abdecken zu können.