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Forschungspreise für Energie- und BAUwende an CU Hochschule Kärnten vergeben

CU Hochschule Kärnten erhält Preise für Forschung zu Stromrichtern und nachhaltiger Architekturausbildung im Kontext der Energie- und BAUwende.

Architekturblatt

Die CU Carinthia University of Applied Sciences | Hochschule Kärnten setzt ein deutliches Zeichen für die Transformation von Energiesystemen und Baukultur. Im Rahmen einer Würdigung durch das Land Kärnten wurden zwei Projekte ausgezeichnet, die sowohl technologische Innovationen als auch neue Bildungskonzepte vorantreiben.

Flexiblere Stromrichter für das Energiesystem

Ein zentrales Forschungsprojekt von Dr. Emmanuel Oluwasogo widmet sich der Anpassung von Stromrichtern an die Anforderungen eines zunehmend erneuerbaren Energiesystems. Angesichts schwankender Einspeisungen durch Photovoltaik und Windkraft sowie der Integration von Batteriespeichern und Elektromobilität sind effiziente Schnittstellen entscheidend. Der Forschungsansatz, das sogenannte Topological Morphing, ermöglicht es Stromrichtern, ihre interne Schaltungsstruktur dynamisch an unterschiedliche Betriebs- und Spannungsbedingungen anzupassen. Für diese Arbeit erhält die Hochschule eine Forschungsförderung in Höhe von rund 381.000 Euro. Ziel ist die Simulation, Optimierung und hardwareseitige Validierung der Konzepte, an der künftig auch Studierende mitwirken sollen.

Neuausrichtung in der Architekturausbildung

Parallel zur technologischen Forschung steht die sogenannte BAUwende im Fokus des ausgezeichneten Masterstudiums Architektur. Studiengangsleiter Prof. Mag. arch. Wolfgang Grillitsch betont, dass nachhaltiges Bauen über die reine Verwendung einzelner Technologien hinausgehen muss. Der Bildungsansatz setzt auf einen Paradigmenwechsel, der Kreislaufwirtschaft, den Bau im Bestand und materialgerechte Planung als integrale Bestandteile begreift. Die Ausbildung zielt darauf ab, Studierende dazu zu befähigen, ökologische Verantwortung in konkrete Planungs- und Entscheidungsprozesse in Gemeinden und Unternehmen zu überführen.

Bedeutung für die Region

Die Auszeichnungen unterstreichen die Rolle der CU Hochschule Kärnten als Bindeglied zwischen wissenschaftlicher Expertise und regionaler Anwendung. Landesrat Mag. Peter Reichmann hob hervor, dass derartige Forschungsleistungen einen unmittelbaren Mehrwert für Wirtschaft und Gesellschaft schaffen. Die Verknüpfung von technischer Entwicklung und praxisnaher Ausbildung soll langfristig dazu beitragen, Kärnten als Standort für zukunftsfähige Lösungen im Energie- und Baubereich zu festigen.

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